© Mathäus Gartner
Jahreswechsel ohne Feuerwerk

Fünf Tipps für dein perfektes Silvester am Wilden Kaiser

von Theresa Aigner Erstellt am 21. Dezember 2021

für Tierliebhaber*innen für Wintermenschen für Genießer*innen für Outdoor-Begeisterte für Naturfreund*innen für Familienmenschen für Selbermacher*innen für Ski Enthusiast*innen für Weltretter*innen

Am Wilden Kaiser wird ganz bewusst auf ein offizielles Feuerwerk verzichtet, denn wer Naturschutz ernst nimmt, kann keine Raketen gen Himmel feuern. Wie man den Jahreswechsel dennoch feierlich und/oder entspannt angehen kann, lest ihr hier.

Was die Feierlichkeiten zu Silvester angeht, hat ja jeder und jede ganz eigene Vorstellungen. Während manche die Party des Jahres feiern wollen, würden andere am liebsten noch vor Mitternacht schlafen gehen, um diesem mit Erwartungshaltungen überladenen Abend zu entgehen. Am Wilden Kaiser ist grundsätzlich beides möglich, nur eine Sache gibt es in Ellmau, Going, Scheffau und Söll aus gutem Grund nicht mehr: Ein offizielles Feuerwerk. Denn wer Naturschutz wirklich ernst nimmt, kann zu Silvester keine Raketen gen Himmel schießen. Sie verängstigen Wild-, Haus und Weidetiere, verschmutzen Wiesen und Wälder und belasten Mensch und Umwelt mit Lärm und Feinstaub. Und weil es heuer pandemiebedingt leider auch nichts mit der großen Party wird, wollen wir euch an dieser Stelle unsere besten Tipps für einen entspannten Jahreswechsel im kleinen Kreis geben.

Feuerkorb, Glühwein und Co.

© Defrancesco Photography

Wenn schon kein Feuerwerk – dann eben Feuer! Natürlich auf keinen Fall ein wildes Lagerfeuer, aber in einem Feuerkorb spricht nichts dagegen. Im Gegenteil: Der ist schnell aufgestellt, ein bisschen Holz hinein und Voila hat man nicht nur wunderbare Lagerfeuerstimmung, sondern auch eine perfekte Hitzequelle um in einem großen Topf Glühwein, Punsch oder auch Feuerzangenbowle zuzubereiten. Für alle, die den Jahreswechsel rund ums Feuer verbringen wollen, haben wir noch einen Tipp: Nicht unbedingt die schicke, neue Skijacke anziehen – je nachdem von wo der Wind kommt, werdet ihr nach ein paar Stunden am Feuer einerseits relativ „geräuchert“ riechen und sollte sich andererseits der eine oder andere Funken aus dem Feuer lösen, ist man mit der alten Jacke sicher besser beraten. Pro-Tipp: Sollte Frau Holle brav sein vor Silvester, wäre unsere Empfehlung, im Garten ein Schneebar aufzubauen (natürlich nicht zu nahe am Feuerkorb) – damit kommt auch im kleinen Kreis Partystimmung auf und die Getränke bleiben kühl.

Richtig gut essen (gehen)

© Felbert/Reiter

In vielen Familien gibt’s gerade zu Weihnachten und Silvester ein fixes Programm, was die Kulinarik angeht. Zum Jahreswechsel steht oftmals Fondue auf der Speisekarte – denn gerade der Aspekt, dass man beliebig lange immer weiter essen kann, macht es so gesellig. Tipp am Rande: Das Fleisch fürs Fondue am besten direkt bei unseren Marktplatzanbieter*innen kaufen, dann schmeckts nicht nur sehr gut, sondern auch der regionale, nachhaltige Konsum wird unterstützt. Und wer sich heuer denkt: Wenn schon keine Party, dann gönnen wir uns zumindest einen gediegenen Restaurant-Besuch – viele Restaurants, Hütten und Wirtshäuser in der Region Wilder Kaiser haben zu Silvester geöffnet und bieten teils sogar ganz spezielle Menüs an. Hier geht’s zum Überblick.

Wanderung im Mondschein

© Felbert/Reiter

Dieser Tipp ist zwar wirklich nicht neu, aber jedes Jahr aufs Neue schön: Eine „Mitternachts-Wanderung“ im Mondschein! (Ok, für den Mondschein - abgesehen von der Mondscheinrodelbahn - geben wir keine Garantie ab, aber auch wenn es bewölkt ist, ist eine Wanderung zum Jahreswechsel eine gute Wahl.) Stirnlampe auf, im Rucksack eine Flasche Sekt, ein paar Glücksbringer für die Wander-Kolleg*innen und eine Thermoskanne Tee, warme Schuhe und Gewand – mehr braucht es eigentlich nicht, um das neue Jahr hoch über dem Tal zu begrüßen. Wer es dabei nicht unbedingt auf absolute Einsam- bzw. Zweisamkeit anlegt, kann sich als Ziel auch das „obere“ Ende einer unserer Rodelbahnen aussuchen – dann geht’s hinunter um einiges schneller als hinauf (vorausgesetzt natürlich, man nimmt auch die Rodel mit hinauf.)

Schlafen gehen….

… ist wirklich eine feine Sache. Damit kann man sich allerhand ersparen: Etwa die Gedanken darüber, wo die beste Party steigt, was man zum Trinken/Essen mitbringen könnte, welche Spiele gespielt werden oder mit wem man zu Mitternacht schmusen könnte (ok, die letzte Frage gilt natürlich nur für die Singles unter uns). Weil diese Fragen doch irgendwie mühsam sind (jedenfalls ab einem gewissen Alter), lautet unser Tipp für alle, die das genauso empfinden wie wir: Ab ins Bett. Ein Glas (oder eine Flasche) Sekt kann man auch schon um 20.00 Uhr trinken und wer seine Neujahrs-Wünsche schon um 21 Uhr verschickt, ist definitiv der/die Erste, die Nachrichten sind tendenziell noch fehlerfrei (und mit großer Wahrscheinlichkeit muss man sich dafür am nächsten Tag auch nicht schämen). Wer wirklich ganz sicher gehen will, dass einen die Feierlichkeiten der Nachbarn um Mitternacht nicht doch noch aus dem Bett holen, gönnt sich noch eine Runde Ohropax und Gute-Nacht-Tee, macht die Augen zu und begrüßt das neue Jahr frisch und ausgeschlafen am nächsten Morgen. Und weil man im Gegensatz zu den anderen topfit ist, stehen einem alle Möglichkeiten offen! So hat man gute Chancen….

… am nächsten Tag der/die erste auf der Piste zu sein

© Mathäus Gartner

Wie könnte das neue Jahr besser starten, als auf zwei Brettern? OK, auf einem Brett (Snowboard) ist natürlich auch total in Ordnung. Ob man die Lifte nutzt oder (dort, wo möglich) mit Tourenski hinauf geht, bleibt dem individuellen Geschmack überlassen. Fest steht: Es gibt eigentlich nichts Schöneres, als skifahrend ins neue Jahr zu starten.

… am nächsten Tag eine Sonnenaufgangstour zu machen

© Mathäus Gartner

Wer nicht bis 5.00 Uhr munter bleibt, könnte es ja mal damit versuchen, um 5.00 Uhr aufzustehen! Warme Schuhe bzw. Schneeschuhe anziehen, Stirnlampe aufsetzen und beim Sonnenaufgang bereits auf einer Anhöhe stehen, von wo aus man dann mit einem warmen Tee (oder zur Feier des Tages sogar Kaffee) aus der Thermoskanne in der Hand der Sonne bei ihrem ersten Auftritt im neuen Jahr zuschauen kann. Der übrigens am Neujahrstag der späteste des ganzen Winters ist, am 1. Jänner 2022 wird die Sonne um 08.01 Uhr aufgehen. Je nach Ziel muss man also nicht einmal um 5.00 Uhr aufstehen...

… am nächsten Tag ohne Kater ins neue Jahr zu starten

© Mathäus Gartner

Wer kennts nicht? Am Silvesterabend bzw. in der Nacht ist noch alles lustig, die Drinks gehen weiter wie nix, es wird wild getanzt (ob man die Walzerschritte beherrscht oder patschert durch die Gegend stolpert ist unerheblich) und irgendwann im Morgengrauen fällt man wie ein Stein ins Bett. Dabei folgt das wahre „Grauen“ erst beim Aufwachen, wenn der Schädel dröhnt, sich Übelkeit bemerkbar macht und man sich keineswegs über das neue Jahr freuen kann, sondern am liebsten den ganzen Tag im dunklen Zimmer verbringen würde.

Dabei wissen wir alle: Selbst in diesem Zustand sollte man alle verbliebenen Kräfte zusammenkratzen um sich nach draußen an die kalte, frische Luft zu schleppen. Der Weg dahin mag zwar schwerfallen, aber hat man das einmal geschafft, werden es Kopf und Herz danken – denn auch so mancher „Neujahrsschwermut“ (der durch übermäßigen Alkoholkonsum zum Jahreswechsel tendenziell NICHT besser wird) lässt sich durch frische Luft, schöne Aussicht und idealerweise nette Gesellschaft verscheuchen.

Einfach mal Zeit für sich selbst nehmen

© Mathäus Gartner

Man muss aber nicht zwangsläufig schlafen gehen, um den Silvesterabend ganz in Ruhe zu verbringen. Man kann sich auch einfach so mal ausklinken und den Jahreswechsel mit sich selbst verbingen. Denn das kennen wir alle: Am letzten Tag des Jahres sind die Erwartungshaltungen extrem hoch – es muss das beste Essen, die tollste Party, der romantischste Moment etc. sein. Und meistens ist dann nur eins am größten: die Enttäuschung. Deshalb lautet unser letzter Tipp: Nimm dir Zeit für dich. Zeit dafür mal runter zu kommen, das Handy zur Seite zu legen und sich mit sich selbst zu beschäftigen. In sich zu gehen. Sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen: Wofür im vergangenen Jahr bin ich dankbar? Welche Menschen haben mein Leben bereichert? Welche „goldenen Momente“ gab es? Worauf bin ich stolz? Was habe ich Gutes getan? Mit diesen Fragen richtet man die Aufmerksamkeit bewusst auf positive Dinge, anstatt zu bedauern, was nicht geklappt hat.

Davon ausgehend kann man dann die Gedanken aufs kommende Jahr richten und sich fragen: Wovon will ich im nächsten Jahr mehr? Was will ich nicht? Welche Menschen tun mir gut? Wo sollte ich den Kontakt reduzieren? Worauf freue ich mich? Was will ich erreichen? All diese Denkaufgaben lassen sich wunderbar mit nach draußen auf eine kleine Nachtwanderung bzw. auf einen Nachtspaziergang zu nehmen, den Gedanken seinen Lauf lassen und es später zurück zuhause aufzuschreiben. Und natürlich geht das nicht nur alleine: Gemeinsam mit einem „Herzensmensch“, der/die sich auf das gleiche, stille Silvesterexperiment einlassen will, funktioniert das auch wunderbar zu zweit. Ob man dann zu Mitternacht anstoßt oder sich schon vorher ins Bett legt ist unerheblich – wichtig ist, die gefassten Gedanken in Ruhe und gestärkt mit ins neue Jahr zu nehmen.

2 Kommentar(e)

Klaus Feyersinger

21.12.2021 - 17:49 Uhr

Das finde ich eine sehr gute Idee,leider ziehen da nicht alle Hoteliers in Söll mit ,das kann ich Ihnen aus eigen erfahrung bestätigen......ferner wäre es auch an der Zeit bei Busanreisen die Hotels,Busfahrer und Reisebusunternehmer daran zu erinnern die Busse während dem aus und einladen der Gäste nicht am Stand laufen zu lassen was ich extrem nervend und als unötig und umweltschädlich empfinde......ich hoffe Sie können sich dieses Problems annehmen. Ein frohes fest und schöne Feiertage. Klaus F.

herny aderson

29.09.2022 - 20:28 Uhr

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Theresa Aigner

Als gelernte Journalistin freut sich die nunmehrige Presse-Verantwortliche der Region Wilder Kaiser immer, wenn sie einen Beitrag für unseren Blog gestalten darf. Egal ob Bergsport, Kulinarik, Politik oder Kultur – diese Frau hat zu jedem Thema tausend Fragen und stellt sie schon mal in einer Geschwindigkeit, dass ihren Gesprächspartner*innen hören und sehen vergeht. Nur gut, dass Theresa die vielen Gespräche mit interessanten Menschen aus der Region am liebsten schriftlich dokumentiert – und hier genug Platz zum Teilen hat.

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