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Kaiserkrone Trail 2022: Welcher Bewerb ist der richtige für mich?

von Theresa Aigner Erstellt am 13. Juni 2022

für Adrenalin Junkies für Outdoor-Begeisterte

Von 24. - 25. Juni 2022 ist Scheffau am Wilden Kaiser wieder Austragungsort des Kaiserkrone Trails. Vier Bewerbe stehen zur Auswahl, hier eine kleine Entscheidungshilfe für deine Anmeldung.

Für all jene, die sich noch nicht für den Kaiserkrone Trail 2022 angemeldet haben, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, sich zu überlegen, welcher Bewerb der Richtige ist. Denn nicht umsonst gibt es beim kaiserlichen Laufevent Ende Juni vier verschiedene Strecken zur Auswahl. Und natürlich den „Kids Trail“, der bereits am Freitag Abend für die jüngeren Läufer*innen über die Bühne geht.

Easy Trail

  • 14 Kilometer
  • 490 Höhenmeter
  • Kein Zeitlimit
© Dominic Ebenbichler

Du bist zwar (noch) keine Bergläufer*in, gehst aber regelmäßig laufen bzw. joggen und wirfst nicht gleich das Handtuch, auch wenn es mal ein Stück bergauf geht? Du freust dich, wenn der Asphalt in eine Forststraße übergeht und du Erscheinungen des urbanen Raums immer weiter hinter dir lässt? Du begreifst fröhliches Vogelgezwitscher, das Rauschen eines Baches und die Aussicht auf felsige Gipfel als natürliches (und legales!) Doping? Dann ist der „Easy Trail“ genau das Richtige für dich. Er startet - genauso wie alle anderen Bewerbe - im Ortszentrum von Scheffau, führt hinauf zum bzw. einmal rund um den wunderschönen Hintersteinersee und wieder zurück hinunter ins Dorf. Vor dieser technisch sehr einfachen Runde muss niemand Angst haben – die 14 Kilometer und knappen 500 Höhenmeter sind die perfekte Runde für Trailrunnning-Einsteiger*innen (und Langschläfer*innen, denn dieser Bewerb startet am Samstag erst um 17.00 Uhr.)

Speed Trail

  • 20,4 Kilometer
  • 1.430 Höhenmeter
  • Zeitlimit: 6 Stunden
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Du magst wurzelige Trails, schaffst mehr als 1.000 Höhenmeter in zügigem Tempo bergauf und die Halbmarathon-Distanz von gut 21 Kilometern ist kein Problem für dich? Dann ist der „Speed Trail“ dein Bewerb. Vom Scheffauer Dorfzentrum geht’s hinauf zur malerischen Hinterschießlingalm, von dort weiter zu Kaiseralm und Riedlhütte, über den Gruttenweg wieder westwärts zu Wegscheidhochalm und Kaiserhochalm. Zu guter letzt führt die Strecke noch zur urigen Steiner Hochalm. Dort sollte man dann spätestens den „Downhill- bzw. Endspurt-Turbo“ zünden, denn von hier sind es noch gute 4 Kilometer hinunter nach Scheffau, wo die Ziellinie überquert wird. Zeitlimit für diesen Bewerb sind 6 Stunden – wenn man also nicht gerade auf einer der reizenden Almen einkehrt (was an jedem anderen Tag eine absolute Empfehlung ist!), sollte das gut schaffbar sein.

Marathon Trail

  • 56,1 Kilometer
  • 3.810 Höhenmeter
  • 14 Stunden
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Mit 14 Stunden steht bei diesem Bewerb definitiv die meiste Zeit zur Verfügung, um die Strecke zu absolvieren. Dennoch: Von „gemütlich“ kann auch hierbei keine Rede sein, denn 56,1 Kilometer und 3810 Höhenmeter wollen auch erst einmal gelaufen werden. Wer sich diese Strecke vornimmt, wird dafür mit dem umfassendsten Ausblick belohnt: Der Marathon führt nämlich einmal um das gesamte Wilder Kaiser Massiv. Gestartet wird in Scheffau, dann geht’s hinauf zum Hintersteinersee und weiter zur Walleralm, von wo aus man dann übers Hochegg auf die Nordseite vom Wilden Kaiser gelangt. Dann geht’s vorbei an Kaindlhütte, Anton-Karg-Haus, Hans-Berger-Haus und Stripsenjochhaus – um jene Punkte zu nennen, bei denen man - wenn man die Kaiserkrone nicht als Marathon, sondern als Mehrtageswanderung anlegt - einkehren bzw. übernachten könnte. Für alle, die sich lieber an Gipfeln als an Hütten orientieren: Wer den Marathon läuft, sieht u.a. auch auf Totenkirchl, Fleischbank, Predigtstuhl, Lärchegg, Ackerl- und Maukspitze – diese Aussicht auf diese östlichen Kaiser-Gipfel bleibt allen anderen KKT-Teilnehmer*innen beim Bewerb vorenthalten.

Das Skyrace

  • 24,9 Kilometer
  • 2.740 Höhenmeter
  • Zeitlimit: 5 Stunden
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Apropos Gipfel: All jene, die sich das neue Skyrace vorgenommen haben, kommen zwar nicht an den östlichen Gipfeln vorbei – dafür überschreiten sie gleich drei der westlichen Kaisergipfel. Zuerst geht es über die Kopfkraxen aufs Sonneck, auf der Nordseite hinunter und von dort über den Widauersteig wieder hinauf auf den Scheffauer, den Hausberg des Start- und Zielorts Scheffau. Dabei ist die Strecke sehr anspruchsvoll – jemandem, der nicht alpin erfahren, absolut trittsicher und schwindelfrei ist, würde man nicht einmal zu einer Wanderung dort raten. Das erklärt auch das extrem strenge Zeitlimit: Auf der Strecke, die über ausgesetzte und seilversicherte Passagen führt sollte niemand an einem Wettbewerb teilnehmen, der nicht absolut vertraut mit den Anforderungen dieses Geländes und den technischen Schwierigkeiten ist – und die gut 25 Kilometer und 2.800 Höhenmeter auch noch laufend in maximal fünf Stunden schafft. (Das Kaiserkrone Skyrace ist 2021 übrigens Teil der Skyrunner Austria Series mit 3 ITRA Punkten sowie 3 UTMB Punkten und einem Preisgeld von 4.000 Euro.)

Über den Veranstaltungsort

© Mathäus Gartner

Scheffau liegt in der Region Wilder Kaiser, am Fuße des gleichnamigen Gebirgsmassivs im Tiroler Unterland. Die Region ist eine gute Stunde von München, Innsbruck und Salzburg entfernt und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, vor Ort gibt es kostenlose, öffentliche Mobilität. Das beschauliche Dorf Scheffau ist seit jeher für Bergsport, aber auch für Kulinarik bekannt – das heißt, auch die abendliche Belohnung nach dem Lauf ist gesichert!

Zur aktuellen Situation

Theresa Aigner

Als gelernte Journalistin freut sich die nunmehrige Presse-Verantwortliche der Region Wilder Kaiser immer, wenn sie einen Beitrag für unseren Blog gestalten darf. Egal ob Bergsport, Kulinarik, Politik oder Kultur – diese Frau hat zu jedem Thema tausend Fragen und stellt sie schon mal in einer Geschwindigkeit, dass ihren Gesprächspartner*innen hören und sehen vergeht. Nur gut, dass Theresa die vielen Gespräche mit interessanten Menschen aus der Region am liebsten schriftlich dokumentiert – und hier genug Platz zum Teilen hat.

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1 Kommentar(e)

Piotr Pracki

01.10.2022 - 19:53 Uhr

Die Beschreibungen machen absolut Lust auf eine Teilnahme an einem der Läufe! Ich habe aber eine Frage: Für das Skyrace wird in der Beschreibung eine Zeitlimit von 5 Stunden genannt. Wenn ich die Ergebnisse der heurigen Ausgabe studiere, sind gerade die ersten 20 Teilnehmer unter 5 Stunden geblieben, die weiteren 40 werden mit bis zu 8 Stunden gelistet. Habt ihr eure Ansprüche für die kommende Ausgabe so hochgeschraubt, oder wie kommt es zu dieser Diskrepanz? Viele Grüße, Piotr

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