Tipps & Regeln für Hunde

Benimmregeln für Hund und Halter

In den vier Kaisergemeinden Ellmau, Going, Scheffau und Söll gelten die üblichen Benimmregeln für Hunde und ihre Halter. Diese betreffen vor allem die Hundekotaufnahme und die Leinenpflicht in bestimmten Bereichen.

Wichtige Infos

für die vierbeinigen Freunde

Gassi-Sackerl

Für engagierte Hundehalter ist es selbstverständlich, den Hundekot mit einem „Gassi-Sackerl“ aufzunehmen und im nächsten Mistkübel verschwinden zu lassen. In ländlichen Gebieten ist das für alle öffentlichen Anlagen (Straßen, Plätze, Gehsteige, Park- und Grünanlagen, Kinderspielplätze, Sportanlagen, Musikpavillons etc.) und auch für alle landwirtschaftlichen Flächen gesetzlich vorgeschrieben. Die Felder und Wiesen müssen unbedingt frei von Hundekot bleiben, da sonst die dort weidenden Kühe schwer erkranken können.

In der Region Wilder Kaiser befinden sich daher an fast allen Spazier- und Wanderwegen Gassi-Sackerl-Spender und Mülleimer. Sollte jedoch ein Häufchen liegen bleiben, ist mit einer Geldstrafe von bis zu € 2.000 zu rechnen. Die Pflicht der Hundekotaufnahme gilt immer und überall!

Checkliste für Hunde

Checkliste für Hunde - was muss alles mit?

  • EU-Heimtierausweis bzw. internationalen Impfpass
  • Nummer der Haftpflichtversicherung
  • Hundeleine, ev. Maulkorb
  • Schlafdecke, Lieblingsspielzeug, Bürste
  • Fertigfutter, Leckerlis, Wasser- und Futternapf, ev. Löffel
  • Für die Reise: Wasserflaschen
  • Alte Handtücher, falls er nass oder dreckig wird
  • Bei langen Wanderungen und Touren am Urlaubsort: ev. Hundeschuhe
  • Reiseapotheke: Zeckenzange, Jodlösung zur Desinfektion bei Wunden, Wundsalbe, ev. Reisetabletten, Verbandsmaterial

Freilauf und Leine

Hunde haben entlang der Spazier- und Wanderwege in der Region viel Platz für freien Auslauf. In Bussen, Parks, öffentlichen Gebäuden (auch in Geschäften und Gasthöfen) sowie in der Nähe von Weideflächen müssen Hunde bitte zur eigenen und zur - subjektiven - Sicherheit anderer an die Leine. In Going darf die Leine maximal drei Meter lang sein, in Ellmau und Söll nicht länger als zwei Meter. Zudem gilt in Söll die Leinenpflicht auch auf Feld- und Wanderwegen außerhalb des Ortsgebietes - diese sind auf dem Ortsplan eingezeichnet.

Die Leinenpflicht gilt ohne Ausnahme, auch für ganz brave oder kleine Hunde. Nachlässigkeit kann ein Loch von bis zu € 360 in die Geldbörse des Hundehalters reißen. Die für den Stadthund ungewohnten Gerüche der alpinen Flora und Fauna können auch zu unerwarteten Reaktionen des Hundes führen. Also besser auch einen folgsamen Hund an die Leine nehmen, als ihn später zurückpfeifen zu müssen!

Unterwegs in Bus, Bahn und Bergbahn

In allen Regionalbussen und auch im kostenlosen Wander- und Bäderbus KaiserJet können Sie Ihren angeleinten Vierbeiner natürlich mitnehmen (Beißkorbpflicht). Die Bergbahnen von Ellmau, Scheffau und Söll bringen Ihren angeleinten Hund (ohne Beißkorbpflicht) auch sicher auf den Berg.

Wer mit dem Zug anreist, kann den Hund mit einer Hundefahrkarte mit ins Abteil nehmen. In der Bahn gilt Leinen- und Beißkorbpflicht. Kleine Schoßhunde in einer Hundebox fahren kostenlos mit.

Schwimmerlebnis

An heißen Sommertagen verschafft ein Sprung in den Gebirgsbach Abkühlung. Bitte beachten Sie, dass die Seen der Region nicht zur Erfrischung für Hunde dienen. Wer seinem Hund dennoch ein ausgiebiges Seebad spendieren möchte, besucht den Gieringer Weiher in den Wäldern von Reith bei Kitzbühel.

Vier Pfoten im Schnee

Auch im Winter locken weitläufige Wanderwege zum Spazieren und Gassi gehen ein. Da diese parallel zu den Langlaufloipen verlaufen, ist besonders auf die Leinenpflicht zu achten. Zudem führen die winterlichen Wege über Wiesen, auf denen im Sommer Kühe grasen. Deshalb sind unbedingt die "Gassi-Sackerl" und Mülleimer zu verwenden, die sich an den Wegkreuzungen befinden.

Im Jagdrevier

Vor allem im Frühsommer, wenn viele Wildtiere ihre Jungen bekommen, sollte der Hund im Wald angeleint werden, da ihn sein angeborener Jagdtrieb schnell zum Wilderer macht! Jäger kennen bei wildernden Hunden kein Pardon. Im Hochgebirge schützt die Leine nicht nur das Wild sondern auch den Hund. Stellt er nämlich plötzlich Gämsen nach, zieht er in Fels und Schotter schnell den Kürzeren.

Hundemeile Söll

Entlang des Stampfangerbaches im Söller Ortsteil Stockach können sich Hunde nach Lust und Laune austoben. Die sogenannte Hundemeile abseits von Feldern und Wiesen lässt jedes Vierbeiner Herz höher schlagen.

Almen

Sicheres Miteinander von Mensch, Tier und Natur

Die Almen prägen unsere Kultur und sind ein beliebtes Ausflugsziel von Einheimischen sowie Gästen. Um dieses einzigartige Gut und die gepflegte Landschaft genießen zu können, bedarf es an Bäuerinnen und Bauern, die sich vor allem im Sommer tagtäglich darum kümmern. Dazu gehört auch die Haltung der Weidetiere (z.B. Kühe), welche von Besuchern der Almenlandschaft respektiert werden muss, um ein sicheres Miteinander zu gewährleisten.

10 Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh

  • Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
  • Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!
  • Mutterkühe beschützen ihre Kälber, Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!
  • Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!
  • Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
  • Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
  • Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
  • Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
  • Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!
  • Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!
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