© Tour de Tirol
Von "3-G" bis zum perfekten "Anfeuer-Spot"

Tour de Tirol: Wissenswertes rund ums Rennwochenende

von Theresa Aigner 03. Oktober 2021

für Outdoor-Begeisterte

Von 8. bis 10. Oktober ist es soweit: Die Tour de Tirol in Söll lockt zahlreiche Läufer*innen zum Wilden Kaiser. Wo man am besten zuschauen kann und was man als Starter*in unbedingt wissen sollte, lest ihr hier.

Die 15. Tour de Tirol in Söll

© Felbert/Reiter

Jetzt wird’s ernst – die 15. Tour de Tirol steht vor der Tür! Der Klassiker unter den Laufveranstaltungen verwandelt den Kaiser-Ort Söll für ein ganzes Wochenende zum Lauf-Hotspot. Ob man selbst mitläuft, seine Liebsten anfeuert oder einfach Aussicht und Stimmung genießen will – alle dürfen sich auf ein Wochenende mit sportlichen und emotionalen Highlights freuen. So stehen bei der Tour de Tirol gleich 4 Bewerbe am Programm und damit einer mehr, als gewöhnlich. (Mehr Infos zu den einzelnen Bewerben gibt es hier.) Denn die Gesamtwertung der Tour de Tirol setzt sich „nur“ aus drei Bewerben zusammen:

Die Bewerbe der Tour de Tirol Gesamtwertung

  • Der Söller 10er am Freitag Abend
  • Der Kaisermarathon am Samstag
  • Der Pölventrail am Sonntag

Wie immer kann man an allen drei Bewerben teilnehmen oder nur an einem – ganz nach persönlichem Geschmack und Fitness. Wem es zu wenig fordernd erscheint jeden Tag einen Bewerb zu absolvieren, der kann auch alles am Stück laufen. Und zwar beim vierten Bewerb, dem Ultra Trail, der heuer einmalig angeboten wird. Dieser findet am Samstag statt und startet bereits um 4.30 Uhr im Dorfzentrum von Söll und damit fünf Stunden vor dem Kaisermarathon, der mit der Startzeit um 9.30 Uhr definitiv das Zuschauer*innen-freundlichere Event ist. Wo man die Läufer*innen der einzelnen Bewerbe am besten beim Schwitzen beobachten oder ihnen den letzten Motivationsschub mit auf den Weg geben kann, könnt ihr hier nachlesen. Zuerst aber noch ein paar wichtige, allgemeine Infos zum Event.

Der wichtigste Tipp zuerst: Wer Zuschauen bzw. Anfeuern will, positioniert am besten nicht beim Start, sondern entlang der Rennstrecke. Dabei kann man nicht nur die Aussicht genießen und sieht immer wieder Läufer*innen verbei kommen, sondern sich die Wartezeit auch mit einer Einkehr auf die Hütte verkürzen. (Dazu weiter unten mehr) Und egal ob entlang der Rennstrecke oder auf einer Hütte: Abstand halten, aufeinander achten und Hausverstand einschalten tragen wesentlich dazu bei, dass alle einen angenehmen und sicheren Tag erleben können.

Was gilt im Startgelände?

Alle Bewerbe starten im Dorfzentrum von Söll. Zutritt zum Eventgelände erhalten – neben Mitarbeitenden – nur Tour de Tirol Teilnehmer*innen und ihre Betreuungsperson. Sie alle müssen einen „3-G“-Nachweis erbringen, danach erhalten sie ein Armband, mit dem sie a) ihre Startnummer bei der Whisky Mühle abholen können und b) das Eventgelände betreten dürfen. Nähere Infos zum "3-G"-Nachweis haben alle Teilnehmer*innen in einem Info-Mail erhalten, auch auf der Website der Tour de Tirol kann man sich informieren.

Wie komme ich als Teilnehmer*in/Betreuer*in an das Armband?

Das Armband, das bestätigt, dass der „3-G“-Nachweis erbracht wurde, erhalten Teilnehmer*innen im Dorfzentrum beim Büro des Tourismusverbandes. Je nachdem welches „G“ erbracht wurde bzw. an wie vielen Tagen man an der Tour de Tirol teilnimmt, gibt es verschiedene Bänder.

- Wer geimpft oder genesen ist bzw. einen (bis Sonntag 15 Uhr gültigen) PCR-Test vorweisen kann, bekommt ein pinkes Band. Damit hat man an jedem der drei Tage Zugang zum Eventgelände.
- Wer nur am Freitag teilnimmt (und zb. einen nur 24 Stunden gültigen Antigen-Test vorweisen kann), bekommt ein gelbes Band
- Wer nur am Samstag teilnimmt, bekommt ein blaues Band
- Wer nur am Sonntag teilnimmt, bekommt ein pinkes Band

Was gilt im Zielgelände?

© Tour de Tirol

Es gibt zwei Zielbereiche – einmal im Dorfzentrum von Söll (hier enden Söller 10er und Pölven Trail) und einmal am Gipfel der Hohen Salve, wo Kaisermarathon und Ultra Trail enden. Hier gilt selbiges wie im Startbereich: Er darf nur mit dem entsprechenden Armband betreten werden. Generell werden die Zuschauer*innen dazu aufgerufen, von Gratulationen „mit Körperkontakt“ abzusehen – den/die Partner*in, ein Familienmitglied das man begleitet oder sonstige nahestehende Läufer*innen darf man natürlich umarmen, wenn sie nach 42 schweißtreibenden Kilometern auf der Hohen Salve angekommen sind.

Wie laufen die Siegerehrungen ab?

Es wird bei der heurigen Ausgabe der Tour de Tirol keine offizielle Siegerehrung geben, die drei schnellsten Männer und Frauen des jeweiligen Bewerbs werden aber im Zielbereich im Rahmen einer „Flower Ceremony“, direkt nach dem Zieleinlauf geehrt. Wer in seiner/ihrer Alterklasse unter den ersten drei ist, kann sich seinen/ihren Preis beim Merchandise Stand am Eventgelände abholen.

Freitag: Zuschauen beim Söller 10er

© TVB Wilder Kaiser

Wer die Teilnehmer*innen beim Söller 10er anfeuern möchte, sollte jedenfalls pünktlich erscheinen, denn im Gegensatz zu den Bewerben am Samstag sind 10 Kilometer schnell absolviert, die schnellsten Läufer*innen werden es unter 40 Minuten schaffen. So startet der Bewerb um 17.30 Uhr im Startbereich im Dorfzentrum. Unser Tipp zum Zuschauen: Am besten ab 17.30 Uhr beim Franzlhof auf die Teilnehmer*innen warten, dort müssen sie einen kleinen Anstieg absolvieren und freuen sich dementsprechend über zusätzliche Motivation durch anfeuerndes Publikum. Die Zuseher*innen hingegen können sich die Wartezeit mit Speis und Trank oder gar einer Partie Minigolf verkürzen.

Samstag: Mit der Bergbahn zum Anfeuern (Kaisermarathon und Ultra Trail)

© SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental Marketing GmbH

Wer die Bewerbe vom Samstag live miterleben und die Läufer*innen anfeuern will, tut das am besten entlang der Rennstrecke. Und nachdem der Ultratrail über 75 Kilometer und der Marathon über 42 Kilometer geht, gibt’s dazu genug Gelegenheit. Dabei kann man natürlich selbst hinauf wandern – oder auch mit der Bergbahn fahren. So kann wirklich die ganze Familie den Tag miterleben. Die Hexenwassergondel bringt euch direkt nach Hochsöll, wo man die Läufer*innen zuerst beim Hexenwasser anfeuern kann, um dann noch mit der zweiten Gondel ganz hinauf auf die Hohe Salve zu fahren, wo all jene die an Kaisermarathon oder Ultra Trail teilnehmen, das Ziel erreicht haben. Wer mit der Bergbahn fahren will, sollte ein FFP2-Maske einpacken – sie muss während der Fahrt getragen werden.

Samstag: Die besten "Anfeuer-Spots" entlang der Strecke

© TVB Wilder Kaiser

Nachdem die Teilnehmer*innen des Kaisermarathons und des Ultra Trails weite Strecken zurück legen, gibt’s auch für die Zuschauer*innen viele Möglichkeiten, sie zu erwischen. Spoiler: Wer sich wandernd entlang dieser Wettbewerbs-Strecke bewegt, genießt nicht nur den perfekten Ausblick auf die vorbei kommenden Läufer*innen – sondern auch auf die umliegende Bergwelt, allen voran den Wilden Kaiser, der von „gegenüber“ über den Lauf wacht…

Die Strecke des Kaisermarathons führt zuerst zum Alpenschlössl in Söll, zurück ins Ortszentrum und von da durch die SkiWelt Scheffau bis zur Rübezahlalm in Ellmau. Dort führt der Weg weiter zum Panoramarestaurant Bergkaiser, danach zur Tanzbodenalm und von dort über Jochstub’n- und Filzalmsee zum Hexenwasser in Hochsöll. Dort wartet dann „nur noch“ der letzte und wohl zehrendste Anstieg – hinauf ins Ziel auf der Hohen Salve. Wer am Samstag nicht am Trockenen sitzen will, während er/sie darauf wartet, dass die Liebsten endlich vorbeilaufen, positioniert sich am besten bei einer der Hütten, die entlang der Rennstrecke liegen. Dafür empfehlen sich zwei Hütten und die Gipfelalm Hohe Salve ganz besonders, denn hier kommen sowohl die Teilnehmer*innen des Ultra Trails wie auch des Kaisermarathons vorbei.

Die Rübezahlalm in Ellmau

  • Durchlaufzeit Ultra Trail: ab ca. 09.20 Uhr bis 12.30 Uhr (Cut-Off Zeit)
  • Durchlaufzeit Kaisermarathon: ab ca. 11.00 Uhr bis 12.30 (Cut-Off Zeit)

Die Tanzbodenalm in Scheffau

  • Durchlaufzeit Ultra Trail: ab ca. 10.00 Uhr bis 13.45 (Cut-Off Zeit)
  • Durchlaufzeit Kaisermaraton: ab ca. 11.30 bis 13.45 (Cut-Off Zeit)

Ziel Hohe Salve

  • Ultra Trail: ab ca. 12 Uhr – Zielschluss: 16.30 Uhr
  • Kaisermarathon: ab ca. 12.45 Uhr – Zielschluss: 16.30

Sonntag: Zuschauen beim Pölven Trail

© TVB Wilder Kaiser

Anders als die Bewerbe am Samstag führt der Pölven Trail nicht über jene Hänge und Gipfel wo im Winter die Skifahrer*innen die Pisten hinunter sausen, sondern – wie der Name schon vermuten lässt – einmal rund um den gegenüber der SkiWelt liegenden Pölven. Start ist um 09.00 Uhr wie bei allen Bewerben im Söller Dorfzentrum, danach geht’s „gegen den Uhrzeigersinn“, also zuerst Richtung Osten, um den Pölven. Dementsprechend können sich alle, die Anfeuern wollen, entlang dieser Runde positionieren, zum Beispeil am Sunnseitweg in Söll. Wer etwa in Bad Häring wohnt, muss nicht mal den Ort verlassen – beim Steinbruch werden die Läufer*innen zwischen 10 und 11.40 (Cut-Off Zeit) erwartet. Wer anfeuern, aber auch selbst ein paar Höhenmeter zurück legen will, könnte sich etwa am Juffinger Jöchl positionieren – das ist der höchste Punkt, an dem die Pölven Trail Starter*innen vorbei kommen. (In der Nähe befindet sich hier glücklicherweise auch das Alpengasthaus Stallhäusl, falls jemand vom Anstieg oder vom Warten hungrig bzw. durstig geworden ist…) Für die Teilnehmer*innen geht’s ohne Einkehr steil bergab Richtung Gasthof Badhaus, dann wieder den Sunnseitweg entlang, vorbei am Alpenschlössl bis zum Landhaus Strasser, von dort noch vorbei beim Hotel Greil und nach 500 Metern ist dann das Ziel in Söll nach insgesamt 23 Kilometern erreicht.

Sonntag: Zuschauen beim Kinderlauf

Während viele den Kaisermarathon für das Highlight der Tour de Tirol halten, wissen Insider*innen, dass das nicht ganz richtig ist. Das heimliche Highlight der Tour de Tirol ist der Kinderlauf am Sonntag! Nicht umsonst trainieren vom Kindergarten bis zur Volksschule die Schüler*innen der Region für ihren großen Tag bei der Tour de Tirol. Und inzwischen steht fest: Der Kinderlauf am Sonntag findet statt! Zwar mit ein paar Einschränkungen, etwa, dass jedes Kind (Kinder unter 12 Jahren müssen keinen „3-G“-Nachweis erbringen) nur eine Begleitperson mitbringen darf (diese muss den „3-G-Nachweis“ erbringen) – aber glücklicherweise können sich Omas, Opas, Tanten, Onkels und Freund*innen einfach entlang der Strecke, zb. vorm Gasthaus Feldwebel, positionieren um ihre Liebsten anzufeuern. Eine weitere Änderung: Es wird keine Siegerehrung geben, hier sind heuer alle Kinder Gewinner*innen: Alle, die mitgelaufen sind, erhalten eine Medaille und ein Finisher-Shirt.

Wohin nach dem Rennen?

© Felbert/Reiter

Wenn der anstrengende Teil des Tages geschafft ist, freuen sich alle auf die wichtigste Belohnung: Das Essen! Insofern werden sich die weniger ortskundigen Teilnehmer*innen folgende Frage stellen: Und wohin gehen wir jetzt was essen? In Söll dürfte es kein Problem sein eine Antwort auf diese Frage zu finden, denn hier gibt es ein kulinarisches Angebot der Extraklasse. Ob traditionelle Tiroler Schmankerl, Burger oder doch lieber Pizza - es ist definitiv für jeden Geschmack etwas dabei. Wer sich online einen Überblick verschaffen möchte, hier entlang!

Corona: Das gilt in Österreich/Region Wilder Kaiser generell

© Tirol Werbung | Philipp Reiter

Wie überall in Österreich gilt auch für die Region Wilder Kaiser die „3-G-Regel“. Das bedeutet, dass man – um die örtliche Infrastruktur wie Gastronomie oder Freizeitbetriebe zu nutzen bzw. natürlich auch, um an der Tour de Tirol teilzunehmen – einen Nachweis erbringen muss, dass man geimpft, getestet oder genesen ist.

Ausführliche Infos zu den Covid-Regeln in Österreich Einreisebestimmungen und Co gibt es hier.

Die Tour de Tirol auf Social Media

Und nachdem das Publikum live eben nicht überall hautnah dabei sein kann - auf Social Media geht das umso besser! Natürlich wird die Tour de Tirol den offiziellen Social Media Kanälen der Region Wilder Kaiser begleitet. Damit wir möglichst viele unterschiedliche Bilder und Eindrücke vom Rennwochenende zeigen und teilen können, würden wir uns freuen, wenn ihr uns in euren Social Media Stories und Postings verlinkt bzw. taggt!

Auf Instagram:
@wilder.kaiser
@tourdetirol

#inechtnochschöner #wilderkaiser #kaiserrunning
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Auf Facebook:
Wilder Kaiser: @WilderKaiser
Tour de Tirol: @Tour de Tirol

Auf den Geschmack gekommen?

Du warst bei der Tour de Tirol diesmal als Zuseher*in dabei und nun juckt es dich in deinen Beinen, nächstes Jahr selbst mitzulaufen? Dann findest du hier ein paar Strecken am Wilden Kaiser, wo du das Laufen abseits des Asphalts und mit ein paar Höhenmetern einmal versuchen kannst.

Theresa Aigner

Als gelernte Journalistin freut sich die nunmehrige Presse-Verantwortliche der Region Wilder Kaiser immer, wenn sie einen Beitrag für unseren Blog gestalten darf. Egal ob Bergsport, Kulinarik, Politik oder Kultur – diese Frau hat zu jedem Thema tausend Fragen und stellt sie schon mal in einer Geschwindigkeit, dass ihren Gesprächspartner*innen hören und sehen vergeht. Nur gut, dass Theresa die vielen Gespräche mit interessanten Menschen aus der Region am liebsten schriftlich dokumentiert – und hier genug Platz zum Teilen hat.

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