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Dialekt ABC

P wie Pfiat di!, Pippei & potschad

von Wilder Kaiser Erstellt am 29. April 2026

für Kulturinteressierte

Das „P“ ist im Tirolerischen überraschend vielfältig. Es verabschiedet, beschreibt süße gelbe Fellknäuel oder bringt einen auch mal liebevoll auf den Boden (der Tatsachen) zurück – vor allem, wenn man sich ein bissl „potschad“ anstellt.

Pfiat di / Pfiat enk / Pfiat Gott

  • Bedeutung: Tiroler Abschiedsgruß – entweder an eine Person gerichtet {di}; an mehrere Personen {enk} oder mit himmlischem Beistand {Gott}
  • Kommentar: zugegebenermaßen lautmalerisch wenig elegant, dafür umso herzlicher ...
  • Anmerkung: Das „Pfiat di“ ist mehr als nur ein „Tschüss“. Da steckt ganz viel Empathie und Wärme drin – und genau das macht diese Verabschiedung auch so typisch tirolerisch.

Pippei

  • Bedeutung: Küken; das kleine Baby einer Henne, unbefruchtet wäre es ein Ei geworden 😉
  • Verwendung: „Schau, a kloans Pippei!“
  • Kaum ein Wort klingt genauso niedlich wie das, was es beschreibt: Ein Pippei ist gelb, flauschig, winzig klein – und sorgt allein schon beim Anschauen für ein Lächeln.

Pfoad

  • Bedeutung: Hemd.
  • Fun-Fact: Eine „Pfoad“ hat nichts – absolut gar nichts – mit einem „Pfad“ zu tun – auch wenn man beim Hören vielleicht einmal kurz vom Weg abkommen könnte ... Der Dialekt kann einem eben manchmal kleine Fallen stellen.

plogn

  • Bedeutung: sich plagen, abmühen
  • Verwendung: Entweder „plog“ sich jemand selbst „I plog mi gonz schee!“ oder man wird von jemandem/von etwas geplagt „Des plog mi gonz schee!“
  • In jedem Fall aber beschreibt „plogn“ die kleine Qual des Alltags – vom schweren Sack Holz bis zum mühsamen Papierkram ... Man hört schon am Klang, dass hier jemand Mühe hat.

Fazit

Das „P“ ist herzlich, niedlich und bodenständig. Es verabschiedet mit Gefühl, beschreibt kleine Tollpatschigkeiten und die Mühen des Alltags.

Weiter geht’s mit dem „Q“ – und dort wird’s – ganz ohne Quatsch – musikalisch. Sehr musikalisch!

Wilder Kaiser

Moment mal – ein Berg als Autor? Genau! Der Wilde Kaiser übernimmt hier das Ruder und erzählt aus erster Hand, was in seiner Region los ist. Mit einem Augenzwinkern und jeder Menge Wissen gibt er Einblicke in Natur, Kultur und das Leben rund um seine majestätischen Gipfel. Ob spannende Anekdoten oder interessante Veranstaltungen – der Wilde Kaiser weiß, wovon er spricht. Immer nah dran und immer mit dem richtigen Riecher für spannende Themen! Der "Wilde Kaiser" schreibt also ausschließlich Infoblogs und keine Meinungsartikel.

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