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Dialekt ABC

J wie Jangga, jodln & jo mei

von Wilder Kaiser Erstellt am 04. Februar 2026

für Kulturinteressierte

Der Buchstabe „J“ ist im Tiroler Dialekt erstaunlich vielseitig. Er kleidet uns ein, lässt uns jubeln, staunen oder auch mal achselzuckend resignieren. Und manchmal reicht ein einziges „Jo mei“, um eine ganze Lebenseinstellung auszudrücken.

Jangga

  • Bedeutung: Jacke, Jacket
  • Verwendung: „Ziach da an Jangga u, es is koid.“
  • Kommentar: Der „Jangga“ gehört zu den ersten Dialektwörtern, die Kinder bei lernen, wenn’s draußen zapfig wird. Ohne „Jangga“ geht im Winter hier niemand raus.

jodln

  • Bedeutung: alpines singen 😉
  • Melodische Klangabfolge von: „Jo-la-di-a-re-du-li-o“
  • Anmerkung: „Jodln“ ist bei uns mehr als Musik – es ist Ruf, Antwort und Echo zugleich. Entweder man kann’s oder man kann’s nicht. Entgegen weitverbreiteter Gerüchte ist es aber (noch) kein Schulfach hier in Tirol.

juchizz(e)n, juchezz(e)n / Juchizzer, Juchezzer

  • Bedeutung: Freudenschrei, vor lauter Freude schreien
  • Anmerkung: ob mit i oder mit e geschrieben is eigentlich „kupft wia katscht“ {gehüpft wie gesprungen} – spielt also keine große Rolle
  • Kommentar: Freude in Reinform. Ungefiltert. Ein Juchizzer braucht keinen Anlass – ein Gipfel, ein gutes Essen oder einfach der Moment reicht völlig aus ...

Jessas!

  • Bedeutung: Ausruf des Erstaunens, Entsetzens oder der Überraschung.
  • Verwendung: „Jessas, wos is denn do passiert?“
  • Kommentar: Viel Gefühl in einem Wort. Je nach Tonfall reicht die Bedeutung von „Hilfe!“ bis „Na sowas!“

jo mei

  • Bedeutung: „So ist es halt“, resigniertes oder gelassenes Akzeptieren bzw. typisches Tiroler Lebensgefühl
  • Verwendung: „Jo mei, donn is hoid so.“
  • Kommentar: Vielleicht das philosophischste Dialektwort überhaupt. Zwei Silben, die sagen: Man kann sich aufregen – oder man lässt es bleiben.

Fazit

Im „J“ schwingt Emotion pur: Es jubelt, seufzt, staunt und zuckt mit den Schultern. Vom lauten Juchizzer bis zum leisen „jo mei“ zeigt der Dialekt hier seine ganze Gefühlsskala.

👉 Weiter geht’s dann mit dem K – und da wird’s richtig knackig! Nicht nur bei den Wörtern, sondern auch bei der Aussprache.

Wilder Kaiser

Moment mal – ein Berg als Autor? Genau! Der Wilde Kaiser übernimmt hier das Ruder und erzählt aus erster Hand, was in seiner Region los ist. Mit einem Augenzwinkern und jeder Menge Wissen gibt er Einblicke in Natur, Kultur und das Leben rund um seine majestätischen Gipfel. Ob spannende Anekdoten oder interessante Veranstaltungen – der Wilde Kaiser weiß, wovon er spricht. Immer nah dran und immer mit dem richtigen Riecher für spannende Themen! Der "Wilde Kaiser" schreibt also ausschließlich Infoblogs und keine Meinungsartikel.

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