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Dialekt ABC

T wie tratzn, Toggln & Trimmei

von Wilder Kaiser Erstellt am 24. Juni 2026

für Kulturinteressierte

Das „T“ hat im Tirolerischen etwas erstaunlich Gemütliches. Viele Wörter klingen weich und heimelig – bis uns plötzlich jemand zum Tratzn anfängt:

tratzn

  • Bedeutung: ärgern, necken
  • Verwendung: „Hör auf mich zu tratzn!“
  • Detail am Rande: TirolerInnen tratzn gern – allerdings selten wirklich böse. Eher neckisch, liebevoll. Wer also noch nie getratzt wurde, gehört wahrscheinlich noch gar nicht ganz dazu.

Toggln

  • Übersetzung für die Zuagroasten {Nicht-Tiroler}: Hausschuhe. Auch als Synonym für „Patschn“ zu verwenden. Man schlüpft lieber rein, als dass man einen übergezogen kriegt ;-).
  • Typisch Tirol: Kaum kommt man zuhause bei der Tür rein, wechselt man die Straßenschuhe gegen die Toggln. Besonders ab Herbst praktisch schon verpflichtend, vor allem, wenn man keine kalten Füße bekommen will.

Tschnochts

  • Bedeutung: abends
  • Klangprobe: Das Wort klingt fast genauso gemütlich wie die Tageszeit selbst. Langsam, ruhig und irgendwie nach warmer Stube.

Trimmei

  • Bedeutung: ein kleines Stück, ein bisschen oder auch ein Restl.
  • Kulinarischer Hinweis: „Nur no a kloans Trimmei“ ist in Tirol selten ehrlich gemeint. Meistens verschwindet danach trotzdem noch mindestens die halbe Schokoladentafel.
  • Noch ein wichtiger Hinweis: Wenn’s vom Wanderführer kommt, könnte das Stückerl bis zur nächsten Einkehr unter Umständen auch ein Stückerl länger dauern ...

Tschigg

  • Bedeutung: Zigarette
  • Aussprache: Klingt kurz, trocken und genauso direkt wie der typische Tiroler Kommentar dazu: „Do, wo da Rach aufgeht“ {dort, wo der Rauch aufgeht}

Fazit

Das „T“ schlurft gemütlich in Toggln durchs Haus, tratzelt mit einem Augenzwinkern und hebt sogar Schokoladenstückchen sprachlich auf ein neues Niveau. Ein Buchstabe mit viel Alltag – und noch mehr Charakter.

Beim nächsten Mal geht’s weiter mit dem U – dort wird ordentlich umadum g‘redet, umi g‘laufn und ab und zu die Richtung gewechselt. Uuuuuuui, mal schauen, was kommt.

Wilder Kaiser

Moment mal – ein Berg als Autor? Genau! Der Wilde Kaiser übernimmt hier das Ruder und erzählt aus erster Hand, was in seiner Region los ist. Mit einem Augenzwinkern und jeder Menge Wissen gibt er Einblicke in Natur, Kultur und das Leben rund um seine majestätischen Gipfel. Ob spannende Anekdoten oder interessante Veranstaltungen – der Wilde Kaiser weiß, wovon er spricht. Immer nah dran und immer mit dem richtigen Riecher für spannende Themen! Der "Wilde Kaiser" schreibt also ausschließlich Infoblogs und keine Meinungsartikel.

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