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Adventmarkt zum Selbermachen

von Erstellt am 26. November 2021

Auf eines haben wir uns heuer schon ganz besonders gefreut: Die Advent- und Weihnachtsmärkte. Mit einem wärmenden Glühwein oder Punsch in der Hand zusammen stehen, weihnachtliche Beleuchtung und Stimmung genießen, schöne, selbstgemachte Kleinigkeiten für die Liebsten besorgen und dabei noch die eine oder andere Köstlichkeit verzeheren? Ja, das wärs gewesen. Aufgrund der aktuellen Covid-Situation mussten die Christkindlmärkte in Österreich leider ein weiteres mal abgesagt werden. Davon lassen wir uns aber nicht entmutigen oder uns gar die Weihnachtsstimmung vermiesen - wir machen uns den Adventmarkt heuer einfach selbst! Mit allem was dazu gehört...

Für alle, die es richtig authentisch wollen, kommt hier schon der erste Tipp: Bevor der Adventmarkt in den eigenen vier Wänden startet - die Schuhe (oder Hauspatschen) einfach mal eine Stunde vor die Tür stellen - dann sind sie genauso kalt, wie unsere Zehen bei einem längeren Aufenthalt auf einem Christkindlmarkt werden.

Kekse backen

© Sandra Kruckenhauser

Weil dieser Bestandteil unseres kleinen "Adventmarkts für Zuhause" definitv am meisten Vorbereitungszeit erfordert, raten wir dazu, damit evtl. schon am Vortag zu starten. Die Rede ist natürlich vom Kekse backen! Je nach Motivation, Zeit und Begabung wird die Sorte gewählt. Und obwohl wir in Tirol zuhause sind, haben wir uns für Linzeraugen entschieden. Hier kommen Rezept und Zubereitungsanleitung:

Zutaten für ca. 50 Kekse:
- 300g glattes Mehl
- 100g Staubzucker
- 1 Packung Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 Dotter
- 200g weicher Butter
- 160g Marmelade nach Wahl
- Staubzucker zum Bestreuen

Hilfsmittel
- Rührschüssel
- Handmixer
- Teigroller
- Sieb
- Backpapier & Backblech
- Frischhaltefolie
- Verschiedene Keksausstecher

Zubereitung
- Mehl und Staubzucker sieben und gemeinsam mit Vanillezucker, Salz, Dotter und der weichen Butter in eine Rührschüssel geben
- Die Zutaten mit einem Handmixer rasch zu einem Teig verkneten, eventuell auch die Hände zur Hilfe nehmen
- Den fertigen Teig in Frischhaltefolie verpacken und im Kühlschrank für mind. 30 Minuten kaltstellen
- Arbeitsfläche bemehlen und den Teig ausrollen (ca. 2mm dick)
- Kekse ausstechen – je die Hälfte der Kekse als Boden und die Hälfte als Deckel mit Löchern
- Backrohr auf 160° Heißluft vorheizen
- Kekse auf dem Backblech platzieren und für ca. 10-15 Minuten backen
- Die fertig gebackenen Kekse auskühlen lassen
- Alle nicht gelochten Scheiben mit Marmelade bestreichen und dann die Unterteile daraufsetzen
- Die gefüllten Linzeraugen zum Schluss noch mit Staubzucker bestreuen
- Und jetzt: Genießen!

Apfelpunsch leicht gemacht

Der nächste Schritt ist klar: Ein wärmendes Getränk muss her! So führt uns unser erster Weg am Adventmarkt für gewöhnlich ja auch zum Glühwein- bzw. Punschstand. Und nachdem der ja auch ein bisschen Vorbereitungszeit braucht, hier das Rezept für einen besonders schmackhaften Apfelpunsch (der sich natürlich auch in einer alkoholfreien Variante zubereiten lässt.)

Die Zutaten:
1 Flasche trockener Weißwein
1 L naturtrüber Apfelsaft
1 Glas Apfelmus
Gewürze: Nelken, 2 Zimtstangen, 2Tl Zucker, Sternanis, 1 Vanilleschote (oder Vanillezucker)
Wodka – Menge nach Geschmack (und in Abhängigkeit von der Dauer des Lockdowns!)

Die Zubereitung:
- Zucker im Topf zum Schmelzen bringen / leicht karamellisieren – Vanillezucker direkt dazu geben.
- Sobald geschmolzen mit Apfelsaft ablöschen (Vorsicht – kristallisiert sofort, löst sich dann aber wieder auf)
- Alle Gewürze und Apfelmus dazu und einkochen
- Herd runter drehen, in köchelnden Apfelsaft Weißwein und Wodka gießen – nicht mehr aufkochen
- Schön dekorieren

Fertig - Prost!

1. Tipp: bevor der Alkohol zugegeben wird ggf. etwas als alkoholfreie Version abfüllen
2. Tipp: Zimtstangen mit ins Glas geben zum dekorieren

  • Apfelpunsch_KatharinaMuck
  • Apfelpunsch_KatharinaMuck
  • Apfelpunsch_KatharinaMuck

Die richtige Deko

Während der Apfelpunsch am Herd köchelt (oder sich bereits in der Tasse befindet), kann man sich dem nächsten Schritt in Sachen Weihnachtsstimmung widmen: Der Deko! Nachdem nicht alle die nötige Feinmotorik (oder Zeit bzw. Geduld) besitzen, um kunstvolle Strohsterne, ein Kripperl und andere aufwendige Bastelein zu realsieren, haben wir etwas für euch, das wirklich alle schaffen: Ein Stern aus Jausensackerl! Alle dafür nötigen Uttensilien gibt's im Supermarkt - der geschlossene Papierfachhandel hält also nicht als Ausrede her...

Was Du brauchst:
- 7 Butterbrottüten/Jausnsackerl pro Stern (gibt's im Supermarkt - je nach Herkunftsland heißen sie "Butterbrottüten" oder "Jausensackerl" ;-))
- Klebestift
- Locher
- Schere
- Band zum Aufhängen

Schritt 1:
Legt eine Butterbrottüte vor euch, die Öffnung zeigt nach oben.

Schritt 2:
Klebt die nächste Tüte darauf. Klebt auf diese Weise alle Tüten aufeinander.
Schneidet die obere – geöffnete – Seite zu einem Zacken.
Hier könnt ihr aber euer Kreativität auch freien Lauf lassen!

Schritt 3:
Schnappt euch nun die erste und die letzte Spitze des Tütenstapels, fächert den Stern auf, legt die Spitzen übereinander und locht sie.
Fädelt zum Schluss ein Band durch die Löcher und hängt den Stern auf.

Was Deftiges brauchts auch!

Und weil wir es nach dem Kekse Backen, Apfelpunsch kochen und basteln nicht mehr übertreiben wollen, haben wir noch einen einfachen Tipp für eine stärkende Speise zwischen durch. Denn eine Sache ist am Adventmarkt draußen und zuhause gleich: Wer viel warmen Alkohol trinkt, braucht früher oder später auch mal was Deftiges zum Essen. Aber eben, weil wir daraus nun keine Doktorarbeit mehr machen wollen, haben wir uns gegen Kiachl oder ein sonstiges, aufwendiges Rezept entschieden - denn auch das Essen sollte für alle schaffbar sein. Hier kommt unser (auch für Vegetarier*innen geeignete) Rezept für einen Ofenkartoffel mit Sauerrahmdip (wenn man statt Sauerrahm eine pflanzliche Basis für den Dip wählt, ist unser Gericht sogar vegan). Los geht's:

Die Zutaten:
- 2 (extra) große Kartoffeln
- 2 Becher Sauerrahn
- ½ Bund Petersilie
- ½ Bund Schnittlauch
- Olivenöl
- Pfeffer
- Salz

Und so geht’s:
1. Die Kartoffeln gründlich waschen und mit einer Bürste abschrubben, so kannst du die Schale mitessen. Pro Kartoffel 1 Stück Alufolie abreißen (Als natürliche Alternativen zur Alufolie kannst du auch, Kohl-, Mangold-, oder Rhabarberblätter verwenden) Die Alufolie in der Mitte mit einem Schuss Olivenöl bestreichen und mit Salz bestreuen. Eine Kartoffel in die Mitte legen und die Folie zu einem kleinen Päckchen formen (die Blätter werden mit einem Garn zusammengebunden)

2. Backofen auf ca. 180° C (Umluft) vorheizen. Die Kartoffeln auf die einem Rost auf mittlere Schiene in den Ofen schieben und je nach Größe ca. 45 bis 60 Minuten backen.

3. In der Zwischenzeit den Sauerrahm mit Salz, Pfeffer und den frischen Kräutern verrühren.

4. Wenn die Kartoffeln weich sind, auspacken, und zusammen mit dem Sauerrahm-Dip auf einem Teller anrichten und genießen! „Moizeit!“




Der richtige Soundtrack

Die Musik sorgt für die Stimmung - das gilt auch für den Adventsmarkt! Während uns aus dem Radio schon "Last Christmas" und Co. entgegen schallt, sind wir es vom Christkindlmarkt ja doch etwas besinnlicher und altmodischer gewohnt. Daher haben wir euch auch eine Playlist mit Original Tiroler Weihnachtsliedern zusammen gestellt. (Wer es lieber thrashiger hat: Spotify, Youtube und Co. haben auch dafür ganz bestimmt die richtige Playlist...)

Schmackhaftes und Selbstgemachtes

© Theresa Aigner
Der Eierlikör vom Keilhof in Söll ist weit über die Grenzen bekannt und besonders beliebt.

Und weil zum Christkindlmarkt auch das Bummeln und Kaufen von schönen Kleinigkeiten dazu gehört, wollen wir euch - also all jenen, die in der Region Wilder Kaiser zuhause sind - auch dafür einen Tipp geben: Bei vielen Anbieter*innen des "Wilder Kaiser Marktplatz" gibt's ein "Hofladl" bzw. einen Selbstbedienungsschrank, das bzw. der auch in Zeiten wie diesen geöffnet hat. Hier kann man sich auf jeden Fall von kulinarischen Freuden über kleine Kunstwerke bis hin zum Eierlikör allerhand Schönes gönnen. Einfach hier nachschauen, was sich in der Nähe anbietet.

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