6 Aktitvitäten für Jugendliche in der Region Wilder Kaiser

Teenager und Eltern aufgepasst: Alina (14) aus Söll hat die besten Aktivitäten für Gleichaltrige in der Region Wilder Kaiser aufgeschrieben.
von Alina Mitterer - 20. Februar 2024
Ein wunderschöner Skitag. Pisten wie immer top präpariert. Bereit für das Interview mit den Liftangestellten der SkiWelt Scheffau. Doch dann wird uns bei der Brandstadl Bergstation mitgeteilt: Rettungseinsatz im Skigebiet – unsere Interviewpartner leisten gerade Erste Hilfe. Bereits in diesem Moment wird deutlich, wie wichtig und verantwortungsvoll die Arbeit der Liftangestellten in der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental ist.
Nach ihrem Einsatz haben wir das Vergnügen, unsere Zeit mit den beiden Liftinger (Bezeichnung für Liftangestellte) Moritz und Gregor zu verbringen. Als unschlagbares Team sind sie oft gemeinsam unterwegs, erledigen alltägliche Aufgaben, sind eben auch als Pistenrettung im Einsatz und somit oftmals die ersten an der Unfallstelle. Allgemein sorgen sie für einen sicheren, reibungslosen Betrieb der Anlagen und behalten dabei sowohl die Technik als auch die Gäste stets im Blick. Sie unterstützen beim Ein- und Ausstieg, reagieren umsichtig auf Störungen und gewährleisten durch laufende Kontrollen die Sicherheit im gesamten Liftbereich. Darüber hinaus gehören Arbeiten wie Schnee- und Eisräumung, Informationsweitergabe an Gäste sowie – je nach Einsatz – die Mitarbeit in der Pistenrettung zu ihrem vielseitigen Berufsalltag.
| Funfacts: Moritz’ Lieblingslift ist die Eibergbahn – nicht zuletzt, weil er im Jahr 2024 selbst bei deren Modernisierung mithelfen durfte. Gregor hingegen bevorzugt die Aualmbahn, vor allem wegen seiner Lieblingspiste, die direkt von dort runterführt. |
Warum haben Liftinger die Mütze oftmals oberhalb der Ohren?
Nachdem Moritz und Gregor vom Rettungseinsatz zurückkehren, dürfen wir die weiteren Schritte gemeinsam mit ihnen begleiten. Der Erste-Hilfe-Rucksack wird neu bestückt: Rettungsdecke und Tragetuch werden sorgfältig ersetzt, damit im nächsten Ernstfall alles griffbereit ist. Anschließend sehen wir uns an einem der Akia-Standpunkte an der Bergstation des Osthanglifts eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel der Pistenrettung genauer an – ein Gefährt, in dem man wirklich nur ungern liegen möchte.
Trotzdem melde ich mich freiwillig, um mich einmal selbst hineinzulegen. Klaustrophobie ist hier definitiv fehl am Platz. Man liegt eng und fest fixiert, Arme und Beine lassen sich kaum bewegen – eine Notwendigkeit, wenn Verletzte sicher über die Piste abtransportiert werden müssen. Angenehm ist es nicht. Hoffentlich liegt man nie im Ernstfall im Akia, denke ich laut, während Moritz und Gregor mich routiniert im roten Rettungsschlitten befestigen.
Was nehme ich also von diesem Vormittag mit? Beim Lifteinstieg den Liftingern immer mit einem Lächeln begegnen, ihre Arbeit wertschätzen und vor allem Rücksicht auf andere Skifahrer nehmen, damit die Pistenrettung gar nicht erst ausrücken muss. Sicherheit aber auch richtiges Verhalten im Notfall gehen schließlich immer vor. Genau diese alpinen Grundregeln, ebenso wie das richtige Verhalten auf der Piste, lernt man von Anfang an dort, wo der Wintersport erlernt wird: in der Skischule.
Und genau dort setzen wir im nächsten Blogartikel an. Gemeinsam mit Anwärterausbildner Lukas sind wir in Söll unterwegs und werfen einen Blick darauf, wie die Skilehrer von morgen ausgebildet werden. Bis zum nächsten Mal on Snow!