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Kaisergebirge in den Tiroler Alpen

Wilder Kaiser und Zahmer Kaiser

Das Kaisergebirge im Tiroler Unterland
Das Kaisergebirge im Tiroler Unterland

Das Naturschutzgebiet Kaisergebirge, das sämtliche Gipfel des Wilden und des Zahmen Kaisers umfasst, hat eine Größe von 102 km² und erstreckt sich von 480 Metern bis zu einer Höhe von 2.344 Metern an der Ellmauer Halt. Der "Kaiser" gehört zu den nördlichen Kalkalpen und besteht vor allem aus Wettersteinkalk, der ihm sein silbrig scheinendes Aussehen verleiht, und Dolomit. Nördlich vorgelagert dem Wilden liegt die Kette des Zahmen Kaisers, großteils bewaldet mit Bergkiefern und an der höchsten Erhebung, der "Vorderen Kesselschneid", 2.001 Meter hoch.

Die Geschichte der Menschen im Kaisergebirge reicht bis 5000 Jahre zurück, belegt durch Funde von Überresten steinzeitlicher Jäger in der Tischofer Höhle bei Kufstein. Die Besiedlung des Kaisertals im Mittelalter datiert mindestens bis ins Jahr 1430 zurück mit einem Kaufvertrag für einen Bauernhof namens "Hinterkaiser". Der Name "Kaiser" für das ganze Gebiet ist älter und findet sich schon im Jahre 1240 in einem Kitzbüheler Text über eine Gamsjagd "an dem Chaiser".

Wilder Kaiser Panorama mit eingezeichneten Gipfeln (1,3 MB)

Touristische Erschließung im 19. Jahrhundert

Die mystische Aura des Kaiser-Massivs ließ viele Sagen entstehen, die sich etwa um die Entstehung besonderer Felsformationen ranken. So soll Kaiser Karl der Große im Tode da oben ruhen und tatsächlich kann man von Westen her in der Gipfellinie das Profil einer liegenden Gestalt erkennen.
Die touristische Erschließung beginnt im Kaisergebirge in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bis zur folgenden Jahrhundertwende wurden die meisten Erstbesteigungen von Gipfeln dokumentiert, wobei sicher schon davor Einheimische ihre Kaiserspitzen erkraxelten, ohne dass dies festgehalten worden wäre. Bis zum Ersten Weltkrieg fand vor allem die Münchner Kletterszene hier die idealen Wände für Kletterpioniere wie Fritz Schmitt und Hans Dülfer, die neuartige Klettertechniken entwickelten und auch darüber schrieben. Wanderer und Bergsteiger dieser Tage finden auf ihren Touren im Gebirge weiterhin den besonderen Zauber des Wilden Kaisers und unterwegs Rast auf bewirtschafteten Hütten wie der Gaudeamushütte und der Gruttenhütte. Einen spektakulären Ausblick gibt es im Kaisergebirge immer dazu!

Skitouren, Skiguiding
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Tourengeher genießen die Freiheit der Berge auf individuellen Routen oder genießen dabei die erfahrene Begleitung von staatlich geprüften Skiführern und Skiführerinnen.

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Klettern & Klettersteige
Klettern & Klettersteige

Der Wilde Kaiser ist einer der beliebtesten und geschichtsträchtigsten Kletterberge Österreichs, und das seit Generationen. Bekannte Namen wie Totenkirchl, Fleischbank-Ostwand oder Predigtstuhl lösen bei Alpinisten Ehrfurcht und sportlichen Ehrgeiz aus.

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Die Kaiserkrone
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Die sechstägige Wanderung von Hütte zu Hütte gehört zu den schönsten mehrtägigen Rundtouren Tirols. Sie führt Bergwanderer auf 65 Kilometern und über 10.000 Höhenmetern einmal rund um das imposante Massiv des Wilden Kaisers.

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