Staatlich geprüfte Berg, Bergwander- und Skiführer
in der Region Wilder Kaiser
Ob gemütliche Wanderung, anspruchsvolle Bergtour oder alpine Unternehmung mit Seil, Fels, Eis oder Ski: Am Wilden Kaiser begleiten qualifizierte Bergsportführerinnen Gäste sicher und professionell in die Natur.
Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied:
Bergwanderführerinnen sind Spezialistinnen für geführte Wanderungen und Naturerlebnisse auf Wegen sowie in einfachem bis mittelschwierigem Gelände.
Berg- und Skiführerinnen begleiten hingegen auch in anspruchsvollem alpinem Gelände – etwa bei Klettersteigen, Klettertouren, Hochtouren, Gletschertouren, Skitouren oder Eisklettertouren.
Unterschied Bergwanderführer*in/Berg- & Skiführer*in
| Berufsgruppe | Geeignet für | Darf unter anderem führen |
|---|---|---|
| Bergwanderführer*in | Wanderungen, Naturerlebnisse, einfache bis mittelschwierige Berg- und Winterwanderungen | Bergwanderungen auf Wegen bis max. rot markiertem Schwierigkeitsgrad, höchstens mittelschwieriges wegloses Gelände, nicht lawinengefährdete Winter- und Schneeschuhwanderungen |
| Berg- und Skiführer*in | Alpine Touren, anspruchsvolle Bergsport-Erlebnisse, Touren mit Seil, Fels, Eis oder Ski | Klettersteige, Klettertouren, Hochtouren, Gletscher- und Alpintouren, Skitouren, Eisklettertouren sowie weitere Berg- und Skitouren |
Staatlich geprüfte Berg- und Skiführer
Berg- und Hochtouren, Gletscherwanderungen, Mehrseillängen-Klettertouren, Skitouren und vieles mehr: Tiroler Berg- und Skiführer*innen sind kompetente Begleiter*innen im alpinen Gelände und ermöglichen Dir einzigartige Bergsporterlebnisse.
Wenn Du die Faszination alpiner Berg- und Hochtouren erleben willst, musst Du in mehreren Bergsportarten sattelfest sein, im Wandern und Bergsteigen ebenso wie im Klettern, Gletschergehen und Skitourengehen im freien Gelände. Der sichere Umgang mit Steigeisen und Seil sind ebenso unerlässlich wie körperliche Fitness, Kondition und Trittsicherheit.
Die Tiroler Berg- und Skiführer:innen sind aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer umfangreichen gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildung Bergsportspezialist:innen in allen Disziplinen. Bei geführten Touren ermöglichen Sie ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität der Touren und können Risiken für die Tourenteilnehmer:innen auf ein Minimum reduzieren.
Berg- und Skiführer:innen sind Allround-Alpinist:innen und durchlaufen eine der umfangreichsten alpinen Ausbildungen der Welt. Diese Ausbildung bietet in Österreich der Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer (VÖBS) in Kooperation mit der Bundessportakademie Innsbruck (BSPA) an. Es ist eine staatlich anerkannte Ausbildung und zugleich die einzige Möglichkeit in Österreich, nach den Regeln der internationalen Vereinigung der Bergführerverbände (IVBV) legitimierte:r Berg- und Skiführer:in zu werden.
Die intensive Ausbildung beginnt mit einer Eignungsprüfung. Daran schließt der erste Ausbildungsteil (56 Ausbildungstage) an, der Voraussetzung für die Anwärterprüfung ist. Die erfolgreiche Absolvierung der Anwärterprüfung berechtigt zur Absolvierung des zweiten Ausbildungsteils im Umfang von 40 Ausbildungstagen. Vor der finalen Abschlussprüfung müssen zudem 14 Führungstage nachgewiesen werden.
Berg- und Skiführer*innen dürfen Dich bei Berg- und Skitouren führen und begleiten – dazu zählen unter anderem Klettersteige, Klettertouren, Hochtouren, alpine Touren, Skitouren und Eisklettertouren. Sie dürfen außerdem zur Vorbereitung einer geplanten Skitour unter bestimmten Voraussetzungen in den dafür nötigen Skifertigkeiten unterweisen und Dich auf Skirouten, Skipisten und Loipen führen oder begleiten. Auch die organisatorischen Maßnahmen für Berg- und Skitouren gehören zu ihren Befugnissen.




Tipp
Gut zu wissen!
Berg- und Skiführerinnen sind die Expertinnen für anspruchsvolle alpine Unternehmungen – überall dort, wo Seil, Fels, Eis, Gletscher, Klettersteig oder Ski eine Rolle spielen.
Bergwanderführer*innen
Mit Tiroler Bergwanderführer:innen entdeckst Du die atemberaubende Schönheit der heimischen Berg- und Tierwelt, kulturelle Schätze und botanische Geheimnisse, Almen, Hütten und Wasserfälle. Sicher und zu jeder Jahreszeit – ob auf Schusters Rappen durch die Alpen oder auf Schneeschuhen durch die tief verschneite Winterlandschaft.
Das Erkunden der alpinen Berglandschaft auf Schusters Rappen hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erfahren: Beim Wandern hast Du Zeit für Dich selbst, erholst und entspannt Dich, forderst Dich aber auch und lernst ganz nebenbei andere Gegenden und Kulturen kennen oder entdeckst neue Themenschwerpunkte.
Abgesehen davon, dass in Tirol kommerziell geführte Wanderungen nur mit entsprechendem Qualifikationsnachweis (mindestens dem/der Tiroler Bergwanderführer:in) durchgeführt werden dürfen, erfordert sicheres Bergwandern natürlich viel Wissen und Erfahrung. Die geprüften Tiroler Bergwanderführer:innen stimmen die Touren speziell auf Dich ab und machen sie zu einem entschleunigten Naturerlebnis.
Die Ausbildung zum bzw. zur Tiroler Bergwanderführer:in ist gesetzlich reglementiert und findet in drei Modulen über einen Zeitraum von mind. 16 Ausbildungstagen statt. Dabei werden Kandidat:innen zunächst im Herbst auf ihre Voraussetzungen überprüft und in die Grundlagen des Alpinsports ‚Bergwanderführen‘ eingeführt. Anschließend werden wesentliche Elemente der alpinen Sicherheit im Winter vermittelt mit einem Schwerpunkt auf Schneeschuhwandern und Lawinenkunde. Der abschließende Sommerteil der Ausbildung im Obernbergtal vertieft das erlernte Wissen weiter, fordert Kandidat:innen in allen Fragen der Tourenplanung und -führung sowie rund um die Themen der Meteorologie, Biologie und Geologie und festigt bestehendes Wissen im Bereich Orientierung und Alpine Erste Hilfe.
Die Ausbildung schließt mit einer kommissionellen theoretischen und praktischen Prüfung ab.
Bergwanderführer*innen dürfen Dich erwerbsmäßig bei Bergwanderungen führen und begleiten, sofern die Wege maximal dem Schwierigkeitsgrad rot markierter Bergwege entsprechen. Auch höchstens mittelschwieriges wegloses Gelände ist möglich. Im Winter dürfen sie nur höchstens mittelschwierige Wege bzw. höchstens mittelschwieriges wegloses Gelände begehen, wenn diese Bereiche offenkundig nicht lawinengefährdet sind. Auf Gletschern dürfen sie nur vom Wegehalter geöffnete Winterwanderwege nutzen. Außerdem dürfen sie in den Fertigkeiten des Bergwanderns unterweisen und die dafür nötige Tourenorganisation übernehmen.




Tipp
Gut zu wissen!
Bergwanderführer*innen sind die richtige Wahl für geführte Wanderungen, Naturführungen, Schneeschuh- und Winterwanderungen in einfachem bis mittelschwierigem, nicht lawinengefährdetem Gelände.









