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Klettergarten Schleierwasserfall

60 Meter hoher Felsdom - das Mekka für Extremkletterer

Schleierwasserfall, (c) Lukas Krösslhuber
Schleierwasserfall, (c) Lukas Krösslhuber

Der Schleierwasserfall ist sicher nicht nur eines der schönsten Klettergebiete in Österreich sondern auch eines mit den meisten schwierigen Routen. Am Fuße der Maukspitze fällt in der Mitte des gut 60 Meter hohen Felsdoms ein munterer Gebirgsbach als Schleier in die Tiefe. Auf Grund dieser einzigartigen landschaftlichen Lage gepaart mit bestem Fels sowie der südseitigen Lage und der großen Überhänge lädt das Amphitheater des „Schleier“ das ganze Jahr zum Klettern ein.

Unter den 150 Routen und vielen Projekten finden sich einige der härtesten Routen Europas und so viele „10er und 11er“ an einem Platz gibt es wohl selten.
Namen wie Alexander Huber, Markus Bendler oder Adam Ondra haben sich hier mit Touren wie zum Beispiel Open Air (11+), Weiße Rose (11/11+), Mongo (11) oder Fugu (11) verewigt. Aber auch vom „Hausherrn“ und Ausnahmetalent Guido Unterwurzacher findet man viele Spuren.

Der Zustieg erfolgt vom Parkplatz in Going Hüttling bei der Aschinger Kapelle in ca. 40 min.

Klettergarten Schleierwasserfall

Wandhöhe 60 m
Schwierigkeit 6 bis 11+
Exposition S
Topo: Klettergarten Schleierwasserfall (3,3 MB)

Klettergeschichte: Alexander Huber und Guido Unterwurzacher

Alexander Huber, von dem Reinhold Messner behauptet er wäre der beste aller Felsenkletterer bereicherte den "Schleier" Ende der 80er Jahre mit etlichen Routen im X und XI Grad und machte das Gebiet damit weltweit führend. So viele Xer Kletterrouten (ca. 150) findet man kaum an einem anderen Platz weltweit! Drum ist der Alex auch so oft am "Schleier" .

Der junge Guido Unterwurzacher aus Going, Kletterpartner und Freund vom Alex, beschreibt seinen Schleier folgendermaßen: "Der Schleier ist ein zu Stein gewordener Tempel, für eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Jeder erfährt hier seine Grenzen, jeder wächst hier über sich selbst hinaus. Alles was zählt ist der nächste Zug, der nächste Griff. Sämtliche Nebensächlichkeiten fallen von einem ab, während der Wasserfall den heißen Rücken mit einer frischen Prise abkühlt."

Ende der achtziger Jahre bereicherte der Bayer Alexander Huber das Klettergebiet mit etlichen schweren Routen in den Graden 10 und 11, welche das Klettergebiet Schleierwasserfall zum europaweit Schwierigsten machten. Und so gewann dieser Teil des Wilden Kaisers durch ihn auch enorm an Bekanntheit. In vielen Fachzeitschriften, Büchern und Artikeln wurde der Schleier mit seinen mächtigen Überhängen und dem markanten Wasserfall präsentiert und vorgestellt, was Bergsportbegeisterte aus der ganzen Welt anlockte und weiter anlockt. Klingende Namen, wie die Huber Brüder, Stefan Fürst, Gerhard Hörhager usw. haben sich hier mit diversen Routen verewigt.