Wilder Kaiser

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Die 7 Summits des Wilden Kaisers

Gipfelreportage von Heiko Mandl - Teil 2

Nach dem ersten anstrengenden Teil über den Treffauer und den Scheffauer nehmen wir heute den höchsten Gipfel des Kaisermassivs in Angriff: die Ellmauer Halt. Und das ist noch nicht alles, zum Ausklang wollen wir noch die Vordere Karlspitze und die Hintere Goinger Halt erklimmen. Ein langer Tag steht uns bevor.

Zitat von Andreas Keil, Bergführer

Zitat von Andreas Keil, Bergführer"Die sieben Gipfel stellen das Highlight des Wilden Kaisers dar. Wenn wir alle schaffen, dann können wir stolz auf uns sein."

Die 7 Summits in einer Tour zu besteigen war für uns schnell eine Utopie. Zu lange dauern die Aufstiege in luftiger Höhe und der eine oder andere Klettersteig bremste uns in unserem eigentlichen Vorhaben. Wenn Plan A nicht funktioniert, muss Plan B her. Und der lautet, die 7 Gipfel in drei Etappen zu besteigen. Nachdem wir die ersten beiden Berge, den Treffauer und Scheffauer bzw. das Tuxeck erfolgreich besteigen konnten, steht im zweiten Teil der höchte Gipfel der Region am Plan. Die Ellmauer Halt überragt mit 2344 Metern alle anderen Berge und ist ein beliebter Anstieg für Alpinisten. Ein Mix aus Bergwanderung und versicherten Steigen, so könnte man den langen Weg nach oben am besten beschreiben. Von der Gaudeamushütte gehen wir weiter zur Gruttenhütte. Die Hütte hatten wir bereits schon einmal besucht. Wir werden von den Wirtsleuten herzlichst empfangen. Leider bleibt keine Zeit für einen längeren Plausch, wir müssen weiter, der Anstieg auf den Gipfel wird einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Und wir haben ja noch zwei weitere Gipfel am Plan.

Nach einem kurzen Zustieg über Latschenfelder und Geröllhalden gelangen wir zum Einstieg in den Gamsängersteig.

Der Wilde Kaiser ist ja bekannt für seine Kletterrouten und hier wurde nicht nur einmal Klettergeschichte geschrieben. Reinhard Karl, einer der größten Alpinisten Deutschlands zum Beispiel, hat mit seiner Begehung der Pumprisse im Jahre 1977, in der berühmt-berüchtigten Fleischbank am Wilden Kaiser, den Schwierigkeitslevel im Freiklettern nach oben geschraubt. „Helmut, Stand“, rief er damals zu seinem Kletterkumpel Helmut Kiene, ebenfalls eine Legende der Klettergeschichte. Geschafft, der 7. Schwierigkeitsgrad ist von den beiden erstmals geklettert worden und mit dem Namen Reinhard Karl sind auch der Wilde Kaiser und seine Routen in die Geschichte eingegangen.

Für uns ist der Gipfel aber noch in weiter Ferne, über viele steile Grasbänke zieht sich der drahtseilversicherte Weg durch die Wand. Ausrutschen ist hier nicht und wenn doch, hält uns das Klettersteigset von einem tiefen Sturz ab. Die Sonne steht schon hoch am Himmel und wärmt die Felsen um uns unaufhörlich auf. Beim Anstieg über den Gamsängersteig besteht bei schönem Wetter große Gefahr durch Steinschlag, ausgelöst von vorhergehenden "Bergsteigern". Ein Helm ist für uns daher auch hier Pflicht. Nachdem wir die Südwand der Ellmauer Halt gequert haben, kommen wir zur sogenannten Jägerwandtreppe. Nur knapp über dem Boden führt die Eisentreppe durch eine rote Wand, bis wir zu einer Rinne kommen. Wir entscheiden uns, diesen Kamin zu umgehen und queren wieder in die Südwand zurück. Von hier oben fallen die Kalkwände steil hinunter und laufen unten im Schotterkar aus. Die Gruttenhütte ist von hier aus gut zu erkennen, faszinierend, wie viele Höhenmeter wir schon bewältigt haben.

  • Überwältigendes Gipfelpanorama

    Überwältigendes GipfelpanoramaDie Auswahl an Touren und Klettereien ist enorm

Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich eine Notunterkunft, die Babenstuber Hütte. Wir queren über ein paar schroffe Kletterstellen den Grat und sind plötzlich kurz unter dem Gipfel. Zwei Schritte und wir stehen am Gipfel vom dem höchsten Berg des Kaisermassivs. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend. Der 360-Grad-Rundumblick zeigt uns sozusagen ein Best-of-Wilder-Kaiser. Wir können auch gut unsere nächsten beiden Ziele für heute erkennen. Die Hintere Goinger Halt und die Vordere Karlspitze wären von hier nur einen Katzensprung entfernt. Leider müssen wir zuvor noch einige Höhenmeter absteigen, bevor wir die beiden Gipfeln in Angriff nehmen können. Beim Abstieg kommen uns viele Kletterer entgegen. Bei schönem Wetter ist die Ellmauer Halt ein beliebter Gipfel und von überallher strömen die Alpinisten, um den König des Kaisers zu erklimmen. Während der erste Ansturm noch im Gamsängersteig am Weg ist, sind wir bereits wieder bei der Gruttenhütte angelangt.

Nach einer kurzen Pause, um unsere Akkus wieder aufzuladen, geht es gleich weiter Richtung Ellmauer Tor. Zunächst über den altbekannten Jubiläumssteig und danach über eine Geröllhalde in Richtung Ellmauer Tor. Nach der ersten Querung erreichen wir am Ende einen drahtseilgesicherten Übergang, der ein wenig ausgesetzt ist, technisch aber leicht zu bewältigen ist. Hinter der Felsstufe tut sich der direkte Blick zum höchsten Punkt des Kars auf. Die grüne Vegetation hat sich spätestens hier verabschiedet und wir gehen über zum Teil sehr loses Geröll – Achtung Rutschgefahr – weiter bergauf. Die letzten Serpentinen ziehen sich fast gänzlich durch die gesamte Karbreite und gegen Ende hin wird der Weg auch noch etwas steiler. Zum Teil können wir hier noch die letzten Schneereste sehen, die durch Lawinen und Einwehungen fast den ganzen Sommer über liegen bleiben.

Immer weiter kommen wir in das „Reich des Kaisers“. Das Kalkmassiv wirkt wie in die Landschaft reingesetzt. Ganz gleich ob die Chiemgauer Alpen im Norden oder die Kitzbüheler Alpen im Süden, zwischen den Grasbergen und den fast bis oben hin bewaldeten Gipfeln ist der Wilde Kaiser wahrlich nicht zu übersehen. Die steilen Felswände lassen das Kaisergebirge imposant wirken. Fast wie die Dolomiten scheinen die Wände an schönen Tagen am Ende des Tages im Abendrot und geben einen guten Kontrast zu den dunklen Wäldern und dem blauen Himmel ab.

Zitat von Stefanie Schuster, Seven Summits Bezwingerin

Zitat von Stefanie Schuster, Seven Summits Bezwingerin"Nach Teil eins mit vielen Wanderkilometern durften wir heute unsere Kletterkünste auspacken und die Ellmauer Halt besteigen. Der höchste Berg ist geschafft."

„Schau dir dieses Panorama an, ein Traum“, staunen wir nach der Ankunft auf dem steinigen Sattel. Wir stehen unter der Fleischbank-Ostwand und sehen zwei Kletter-Seilschaften, die sich wie winzige Ameisen durch den grauen Fels kämpfen. „Dreh dich mal um“, unterbricht mich Andi. Was wir bei der Klettershow in der Fleischbank fast übersehen haben, ist der unglaubliche Ausblick Richtung Süden. Fast schon kitschig erheben sich am Horizont die schneebedeckten Berge und Gletscher der Zentralalpen über den Pinzgauer Grasbergen und Kitzbühler Alpen und selbst der Großglockner, der höchste Berg Österreichs, ist bei der klaren Sicht fast schon zum Greifen nahe.

Für uns geht es weiter hoch zur Hinteren Goinger Halt. Die steilen Serpentinen führen durch ausgesetztes Gelände zum Gipfel. Gegenüber wartet noch die Vordere Karlspitze. Nach dem kurzen Abstieg nehmen wir auch noch diesen letzten Berg für heute in Angriff. Der Aufstieg ist um einiges schwerer wie auf die Hintere Goinger Halt und wir müssen zum Teil einige Kletterstellen überwinden. Der Vorteil ist, dass hier oben wenige Wanderer zu finden sind. Als wir am Gipfel ankommen, ziehen Wolken auf, Zeit umzukehren und wieder zu unserer Basisstation, der Gaudeaumshütte, zurückzukehren.

Nach der Zehn-Stunden-Wanderung sitzen wir bei Sonnenuntergang auf der Gaudeamushütte und strecken bei einer deftigen Brettljause unsere müden Füße gemütlich von uns. Es sind sicher schon viele bekannte Kletterer und Alpinisten vor uns hier gesessen, nach einer Erstbesteigung oder einem persönlichen Erfolgserlebnis, und haben die Idylle hier oben genossen.

Auf den Geschmack gekommen?

Für trittsichere und schwindelfreie Bergfexen bietet sich die fast achtstündige Gipfeltour auf den höchsten der 7 Summits, der Ellmauer Halt. Diejenigen, die zu wenig alpine Erfahrung mitbringen können sich gerne jederzeit an unsere staatlich geprüften Bergführer wenden. Die Bergführer sind nicht nur für Ihre Sicherheit am Berg da, sondern zeigen Ihnen auch die atemberaubende Landschaft und erledigen für Sie alles Organisatorische der Tour. Sie können so die Tour in vollen Zügen genießen.

Gipfeltour Ellmauer Halt

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Wanderstartplatz Wochenbrunner Alm, Ellmau (1.085 m)Wanderstartplatz Wochenbrunner Alm, Ellmau (1.085 m)

Anspruchsvolle Bergtour auf den höchsten Gipfel im Wilden Kaiser. Der Anstieg über den „Gamsängersteig“ weist zwar einige leichte Kletterstellen auf, ist aber zumeist gut mit Stahlseil und Stiften ges...

Wandern

Schwer

7:30 h

1260 m

9,0 km

Staatlich geprüfte Bergführer

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Jeder Sportler, der sich im Gebirge bewegt, ist alpinen Gefahren ausgesetzt. Vertrauen Sie auf die geprüften und erfahrenen Bergführer der Region Wilder Kaiser, welche Sie auf Gipfeltouren und versicherten Steigen sowie Klettersteigen und Klettertouren gerne begleiten.

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