Claudia Böttcher

von Claudia Böttcher

Seit die Berlinerin in München lebt, ist sie regelmäßig in den Bergen anzutreffen, sei es auf Ski oder in Wanderschuhen. Aber auch sonst zieht es die Redakteurin in die Welt hinaus. Mit ihren Kindern ist sie häufig rund um dem Globus unterwegs und berichtet davon auf ihrem Blog Fernweh mit Kids. Ob Kambodscha, Indien oder Vietnam ... zwischen ihren exotischen Trips kommt sie immer wieder zum Wilden Kaiser zurück.

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Ein Dorf aus Schnee und Eis

von Claudia Böttcher -

In der SkiWelt gibt‘s auch Iglus!

Wer mit der Gondel an der Bergstation in Hochbrixen einfährt, entdeckt ein Dorf der besonderen Art. Nur wenige Monate im Jahr, von Ende Dezember bis Anfang April, steht es hier, bis die wärmer werdenden Temperaturen die weiße Pracht wieder verschwinden lassen.

Glitzernd leuchtet der kristallklare Tisch, sanftes Licht taucht das Restaurant in eine mystische Atmosphäre. Die Tafel ist festlich gedeckt. Wärmende Felle bedecken die Sitzbänke. Fonduetöpfe und Weingläser stehen bereit. Über allem wacht ein blau leuchtender Wolf. Was auf den ersten Blick wie eine Glasskulptur erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als fein gearbeitetes Kunstwerk aus purem Eis.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 1

Dinner unter der Schneekuppel

Wenn man zum Dinner im Alpeniglu Dorf an der Bergstation Hochbrixen geladen ist, erwartet einen ein außergewöhnlicher Abend. Hoch wölbt sich die Kuppel des Iglus über dem Restaurant, in dem bequem 60 Personen Platz haben. Erstaunlich warm ist es hier drin. Die Temperaturen liegen konstant rund um den Gefrierpunkt. Bei völliger Windstille im Inneren des Iglus und kühleren Außentemperaturen friert man hier nicht.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 2

Wenn man zum Dinner im Alpeniglu Dorf an der Bergstation Hochbrixen geladen ist, erwartet einen ein außergewöhnlicher Abend. Hoch wölbt sich die Kuppel des Iglus über dem Restaurant, in dem bequem 60 Personen Platz haben. Erstaunlich warm ist es hier drin. Die Temperaturen liegen konstant rund um den Gefrierpunkt. Bei völliger Windstille im Inneren des Iglus und kühleren Außentemperaturen friert man hier nicht.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 3

Relaxen mit Panoramablick

Auch wenn es im Dorf aus Schnee eisig zugeht, so könnte der Empfang nicht wärmer sein. Schon tagsüber treffen sich Wintersportler, Wanderer und Fußgänger an der Schneebar und relaxen hier mit Blick über Pisten und Tal. Dank der Lage direkt neben der Bergstation, ist das Igludorf auch für Nicht-Skifahrer erreichbar. Liegestühlen laden zu einer Pause ein und die Stimmung vor und hinter dem Tresen aus Schnee könnte besser nicht sein.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 4

Handarbeit und Enthusiasmus

Ein begeistertes Team hat Benno Reithofer, Initiator des Alpeniglus, hier um sich geschart. Voller Enthusiasmus führt Laura durch die Anlage. Sie ist diesen Winter bereits zum wiederholten Male dabei. Während der Führung durch Bar, Restaurant und Schlafräume, erklärt sie die Entstehung des Dorfes. Eigens entwickelte Luftkissen bilden die Grundlage zum Bau der kegelförmigen Gebäude. Diese werden in Handarbeit, mit Hilfe einer Schneefräse, beschneit. So entstehen die typischen Kuppelbauten. Später, wenn der Schnee verfestigt ist, wird das Luftkissen entfernt. Ein Team von Iglubauern kümmert sich die gesamte Saison über um die Anlage.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 5

Auf diese Weise entstehen während eines Winters nicht nur Bar- und Restaurantbereiche, sondern auch Schlafiglus und sogar eine Kapelle. Hochzeitsfeiern sind im Alpeniglu keine Seltenheit. Oft bleibt die Festgesellschaft über Nacht. Die Übernachtung im eigenen Iglu ist eines der Highlights der Veranstaltung.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 6

Vor Kälte muss sich dabei niemand fürchten. Ganz im Gegenteil: Die Daunenschlafsäcke in den Iglus sind so warm, dass man eher darauf achten muss, nicht zu dick angezogen zu sein. Die Nacht unterm weißen Schneedach, hoch auf dem Berg und in völliger Stille, wird für die Gäste zu einem einzigartigen Erlebnis.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 7

Eishotel in der SkiWelt

Zu verdanken haben die Kurzzeiteskimos dieses Erlebnis der Geduld und Beharrlichkeit Benno Reitbauers. Als er vor 15 Jahren erstmalig mit seinem Konzept eines temporären Eishotels bei verschiedenen Bergbahnen vorstellig wurde, erntete er viele kopfschüttelnde Absagen. Doch in der Skiwelt Wilder Kaiser Brixental fand sich bald ein begeisterter Partner. Und so kommt es, dass das Alpeniglu Dorf bereits im fünften Jahr seine Pforten in Hochbrixen aufsperrt.

2016_02_19 Ein Dorf aus Schnee und Eis  Foto 8

Ansehen:

Für alle, die erst einmal einen neugierigen Blick auf die Welt aus Schnee und Eis werfen wollen, gibt es täglich zur vollen Stunde Führungen durch das Dorf. Und auch ein paar einzelne Übernachtungstermine sind in der Saison 2018/19 noch verfügbar. Weitere Infos unter: www.alpeniglu.com

Hinkommen:

Von Ellmau, Scheffau und Going führt der Weg zum Alpeniglu Dorf über den Eiberg. Von dort aus geht es hinunter zum Aualm-Sessel und rauf auf den Zinsberg. Die Zinsbergabfahrt führt direkt zum Alpeniglu Dorf.

Mitfeiern:

Im Alpeniglu Dorf steigt die Ice Party. Während ein DJ für die perfekte Stimmung sorgt, kann man hier bis spät in die Nacht hinein am Berg unterm Sternenhimmel feiern und die Alpeniglu Eiskünstler beobachten, die mit der Motorsäge spektakuläre Showeinlagen vorführen. Die Auffahrt mit der Umlaufbahn Hochbrixen ist an diesen Abenden kostenfrei.

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Seit die Berlinerin in München lebt, ist sie regelmäßig in den Bergen anzutreffen, sei es auf Ski oder in Wanderschuhen. Aber auch sonst zieht es die Redakteurin in die Welt hinaus. Mit ihren Kindern ist sie häufig rund um dem Globus unterwegs und berichtet davon auf ihrem Blog Fernweh mit Kids. Ob Kambodscha, Indien oder Vietnam ... zwischen ihren exotischen Trips kommt sie immer wieder zum Wilden Kaiser zurück.

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