Marion Hölzl

von Marion Hölzl

Die Freude beim allerersten Schwung auf der frischen Piste, die Ruhe beim glĂŒhenden Sonnenuntergang am Berg und die Begegnungen mit echten Persönlichkeiten bei den traditionellen Festen
 diese Momente zĂ€hlen fĂŒr Marion. Ihre Heimat hat es ihr angetan und so ist sie stĂ€ndig auf der Suche nach neuen Kaisererlebnissen, die sie gerne mit euch teilt.

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Die Goinger Ursaat. Ein Geschenk an unsere GĂ€ste.

von Marion Hölzl -

Die Kostbarkeiten von Conny & Franz reisen als ein Geschenk an unsere GĂ€ste um die Welt

Es wĂ€chst. WeilÂŽs auch schon vor 100 Jahren hier gewachsen ist. Und das nicht, weil es gerade im Trend liegt, sondern es von Natur aus so ist. Ganz ohne jeglichen Chichi und Intensivpflege, dafĂŒr aber schon etwas unberechenbar und wild. Das ist die Goinger Ursaat – unser Geschenk an unsere GĂ€ste.

Manch einer schaut schon etwas schief, wenn er das kleine FlĂ€schchen mit dem Saatgut aus Going das erste Mal in HĂ€nden hĂ€lt. Ich gebÂŽ euch Recht, ganz so alltĂ€glich ist es auch nicht. Da ist wohl das BegrĂŒĂŸungsschnapserl oder Jause fĂŒr Daheim als Gastgeschenk schon weit populĂ€rer. Doch wollen wir unseren GĂ€sten etwas mit auf den Weg geben, das nicht ganz so alltĂ€glich ist. Naturverbunden soll es sein und zu Going passen, das stand nicht zur Debatte.

Ob man an ZufĂ€lle glaubt oder nicht, das ĂŒberlasse ich euch. Doch landeten wir bei unseren GesprĂ€chen immer wieder beim Blaikner Urkraftplatz. Dieser Platz ist wirklich etwas Spezielles und ich bin mir sicher, dass es so etwas kein zweites Mal gibt. Gepflegt wird er von zwei außergewöhnlichen Persönlichkeiten: VisionĂ€rin & Biobauer, WaldlĂ€uferin & Naturmensch, Individualistin & Guru - oder einfach nur Conny und Franz, so wie sie sind und immer schon waren.

Impulsiv und lebendig war der Abend am Urkraftplatz, als die Idee zur Ursaat geboren wurde. Das Ergebnis hatte ein jeder von uns schon vor Augen: Jeder Gast soll ein kleines Glas mit Saatgut, welches seit jeher in Going gewachsen ist, mit nach Hause nehmen und sich dort an der Natur erfreuen. Conny und Franz machten sich ans Werk, wÀhlten die kostbaren Samen nach besten Wissen und mit Hilfe des Pendels aus.

2016_10_13 Die Goinger Ursaat. Ein Geschenk an unsere GĂ€ste. Foto 5

Das war auch noch die Sache, welche man bald erledigt hatte. Aber dann gingÂŽs an die richtige Arbeit. Der Franz bestellte einen Acker mit den 7 Sorten der Goinger Ursaat. So, wie er es seit Lebzeiten macht – mit der Hand und ohne maschinelle Hilfe, ohne DĂŒnger und ohne jegliche ZusĂ€tze. Schließlich ist er Biobauer mit Stolz, aber vor allem mit viel Herz.

Nach dem Ernten und Trocknen des Saatguts kam die Feinarbeit. Sortieren und AbfĂŒllen, das ist etwas fĂŒr genaue und geschickte HĂ€nde. Wer mich kennt, der weiß, dass Geduld nicht gerade meine StĂ€rke ist. Das hat sich dann beim Probe-Sortieren wieder einmal bewiesen
. Aber nach einem Besuch im Nachbardorf bei den Menschen der Lebenshilfe Oberndorf haben wir auch dafĂŒr ein herzliches Team gefunden. Deshalb auch nochmal ein großes DANKE an Josef und all seine Kollegen. Eure ruhige Art und die Geduld mit dieser Fieselarbeit sind echt bewundernswert.

Ja, und dann ist da noch der Roland, der alles immer schön fotografiert und dokumentiert. Sodass auch ihr euch vorstellen könnt, wie sich dieses stimmige und regionale Projekt entwickelt. Aber keine Sorge – es ist alles auch in Natura so beeindruckend. Denn genau wie ich, ist der Roland auch einer, dem die Wahrheit lieber ist als der Schein.
Ich muss sagen, ein bisschen nervös war ich schon, als wir die erste Goinger Ursaat an unsere GĂ€ste verteilt haben. Doch die WertschĂ€tzung gegenĂŒber diesem natĂŒrlichen Geschenk aus Going war groß.

Und so seid nun ihr dran. Entweder ihr besucht mit der Conny bei unserer Wanderung Going stÀrkt- am Blaikner Urkraftplatz den Acker vom Franz. Oder ihr holt euch die Ursaat und pflanzt sie bei euch daheim. www.wilderkaiser.info/ursaat

Ich wĂŒnsch euch gutes Gelingen!

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