Marion Hölzl

von Marion Hölzl

Die Freude beim allerersten Schwung auf der frischen Piste, die Ruhe beim glühenden Sonnenuntergang am Berg und die Begegnungen mit echten Persönlichkeiten bei den traditionellen Festen… diese Momente zählen für Marion. Ihre Heimat hat es ihr angetan und so ist sie ständig auf der Suche nach neuen Kaisererlebnissen, die sie gerne mit euch teilt.

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Andi Huber und seine Loipenwalze - ein Winter-Dream-Team

von Marion Hölzl -

Ein Winter-Dream-Team hat sich gefunden

Die groben Zutaten für die perfekte Loipe sind eigentlich ganz einfach – eine gute Hand voll Schnee, und eine Loipenwalze. Hmm.. fehlt da nicht noch was? Doch – unsere Loipenfahrer! Und darum stelle ich Euch heute stellvertretend für alle den Andi Huber vor, zuständig für das Goinger Langlaufgebiet.

Mit Leib und Seele dabei.

Es war gar nicht so einfach, den Andi jetzt zu erreichen. Jeden Tag fallen im Moment nämlich dicke Flocken vom Himmel und dann herrscht auf der Loipe Hochbetrieb. „So ist das halt, wir müssen schauen, dass alles perfekt gewalzt wird.“, meint er und da hat er Recht. Weil ein bisschen verwöhnt sind wir mit den ganzen Loipen- und Winterwanderwegen am Wilden Kaiser schon. Wenn der Schnee kommt, dann hat er keine Zeit mehr für irgendwas anderes. Oder man könnte auch sagen, ihn interessiert einfach nichts anderes mehr. „Mir ist es egal, was dann auf der Welt passiert oder wo sich meine Freunde gerade herumtreiben. Für mich gibt´s eigentlich nichts Besseres, als in meiner Walze zu sitzen und eine perfekte Spur zu hinterlassen.“ Das kann ich bestätigen. Weil der Andi wartete wirklich schon seit Mitte November, bis er seine Walze endlich starten konnte. Wenn er sich nicht bei ein bisschen Arbeit im Wald abgelenkt hätte, wär´s schwer zum Aushalten gewesen. Und ich sag es euch, wie dann die ersten Flocken bei uns gelandet sind und es eeeendlich losging, da hat mir der Andi nur noch Livebilder per WhatsApp geschickt. „Telefonieren?!? – Na, dafür hab ich dann keine Zeit mehr gehabt“ meint er lachend.

2017_01_16 Andi Huber und seine Loipenwalze - ein Winter-Dream-Team Foto 1

Der Opa hat es ihm vorgemacht.

Jaja, so ist das bei der Familie Huber. Die Tradition wird hochgehalten. Und genau deshalb war, als der Andi noch ein kleiner Bub war, für viele schon klar, dass auch er einmal in Going die Loipen walzen wird. Sein Opa, der Johann, hat es vorgemacht. Unglaubliche 28 Jahre war er jeden Winter im Einsatz. Er kennt das Goinger Loipennetz sozusagen wie seine Hosentasche. Deshalb war der Johann auch mächtig stolz als er erfuhr, dass sein Enkelsohn die Tradition in der Familie weiterführen wird. Natürlich steht er auch heute noch mit Rat und Tat zur Seite. „Wir zwei hoagaschten immer wieder, was man noch besser machen könnte. Und irgendwie fällt uns dann auch zu allem etwas ein.“ So ist es halt, wenn jahrelange Erfahrung und neuer Schwung aufeinander treffen.

Ein Büromensch ist der Huber Andi nicht.

Ganz so neu ist der Andi als Loipenfahrer nun aber auch nicht mehr. An Jahren schon, er ist ja erst 25 – aber doch schon die dritte Wintersaison auf unseren Loipen unterwegs. Ein Büromensch, nein, das ist unser Andi ganz sicher keiner. Im Sommer ist er Zimmerer „Das gefällt mir schon auch sehr gut. Hauptsache im Freien oder etwas Handwerkliches, das ist mir wichtig. Was du machst ist sicher auch ganz nett. Aber nein, tauschen möcht ich nicht mit dir“, meint er. Und ich kann es verstehen. Weil eigentlich gibt´s ja nichts Schöneres als in der Natur unterwegs zu sein. Wenn dabei dann auch noch eine große Maschine mit ordentlichen PS dabei ist, schlagen Männerherzen höher – hab ich mir zumindest sagen lassen ;-)

Aber nicht nur unser Andi in Going, sondern auch der Patrick in Ellmau, der Andi in Scheffau und der Matthias in Söll machen einen wunderbaren Job. Sie sind schon ein wirklich super Trupp, unsere Helden der Loipe. Und wir können das alles ganz einfach genießen. Danke Jungs, für euren unermüdlichen Einsatz :)

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Die Freude beim allerersten Schwung auf der frischen Piste, die Ruhe beim glühenden Sonnenuntergang am Berg und die Begegnungen mit echten Persönlichkeiten bei den traditionellen Festen… diese Momente zählen für Marion. Ihre Heimat hat es ihr angetan und so ist sie ständig auf der Suche nach neuen Kaisererlebnissen, die sie gerne mit euch teilt.

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