Hannah Blazejewski

von Hannah Blazejewski

In der Metropole Berlin geboren und auf dem Land aufgewachsen hat Hannah mit ihrer Familie in der Nähe von Düsseldorf ein Zuhause gefunden. Nach vielen Jahren als Redakteurin bei Deutschlands größter Regionalzeitung, schreibt sie heute freiberuflich überwiegend für Magazine, Verbände und Unternehmen im Bergischen Land. Wann immer ihr Job und der Alltagstrubel einer vierköpfigen Familie es zulassen, zieht es sie raus in die Natur. In den Ferien mit Vorliebe in die Berge. Wo sonst kann man so schön aktiv entspannen? Die Füße einfach mal machen lassen, hochlaufen, um dabei runterzukommen. Seit ihrem ersten Aufenthalt in Ellmau ist sie völlig „verkaisert“.

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7 Gründe für winterlichen Familienurlaub am Wilden Kaiser

von Hannah Blazejewski -

Und warum es uns jedes Jahr wieder in das Kaiserreich zieht.

(1) 284 Pistenkilometer

Es ist ganz still. Sogar die Gondel voller Quasselstrippen macht keinen Mucks. Als die Hartkaiserbahn ihre Kabinen durch den Kaiserwald am Ellmauer Hausberg schickt, haben die Skizwerge Besseres zu tun. Die kleinen Passagiere in ihren bunten Skijacken bestaunen die weiße Welt, die an ihnen vorbei zieht. „Da, ich hab’ Spuren entdeckt. Dürfen die Tiere da denn rumlaufen?“, ruft Ben plötzlich. „Das ist doch abseits der Piste!“ Unterdessen bereitet sich sein größerer Bruder glucksend auf den Ausstieg an der Bergstation vor. Max checkt nochmal den Sitz der Skibrille und greift nach den Skiern vor sich. Sanft schieben sich die Türen der Kabine auseinander. Kalte Luft strömt in die Gondel, die Familie nach draußen. Jetzt kann das Skiabenteuer beginnen.

Hartkaiserbahn Gondel Ellmau
Hartkaiserbahn Ellmau © Mathäus Gartner

Schnell ist klar: Auf den 284 Pistenkilometern der SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental wird’s keinem langweilig. Kleine und große Wintersportler, die sie herunter gekommen sind, bringen die 90 Bahnen wieder hoch. Zur Brandstadl-Bergstation in Scheffau etwa. Die blauen Pisten oberhalb des Dorfs sind besonders familientauglich angelegt. Am Gipfel auf 1650 Metern starten gleich mehrere anfängertaugliche Strecken. Sogar die längeren, blau gekennzeichneten Talabfahrten in Scheffau und Ellmau schlängeln sich so sanft durch den Wald hinab, dass auch kleine Skifahrer gut bis ins Tal durchhalten. Eine Lieblingsabfahrt haben die Kinder schnell am Hartkaiser entdeckt: die Funslope mit Slalom und Tunnel an Ellmi's 6er-Sessellift. Die Strecke macht sogar den Eltern Spaß.

(2) Familienfreundliche Unterkünfte

Beschaulich liegen die vier Orte Going, Ellmau, Scheffau und Söll am Fuße des Wilden Kaisers. Groß ist die Auswahl an Unterkünften für unterschiedliche Bedürfnisse. Viele Hotels, Pensionen und Apartmenthäuser liegen in Pisten-, Lift- oder Bergbahnnähe und haben sich auf Familien eingestellt. Ruhig, komfortabel und gut ans Skigebiet angebunden kommen Familien beispielsweise im Hotel Christoph nur wenige Fußminuten von der Hartkaiser-Talstation entfernt unter. Das Vier-Sterne-Haus ist auf Familien ausgerichtet und bietet auch an skifreien Tagen oder im Anschluss ans Pistenvergnügen Beschäftigung und Entspannung für kleine und große Gäste. Ein Großteil der Hotels am Wilden Kaiser sind in Familienhand und für ihre herzliche Betreuung bekannt.

Nicht ohne Grund fühlen sich auch Lisa und Thomas mit ihren beiden Kindern Nora (8) und Florian (4) in der Region herzlich willkommen. Zum dritten Mal in Folge verbringt die Familie aus Deutschland ihren Skiurlaub am Wilden Kaiser. Ihre Ferienwohnung in Going liegt zentral, die Wege zu Skischule und Piste sind auch für kurze Beine kein Problem. „Kurze Wege, tolle Angebote für Kinder und ein fantastisches Skigebiet lassen keine Wünsche offen“, sagt Lisa. Für den nächsten Winter hat die skibegeisterte Familien wieder eine Unterkunft am Wilden Kaiser gebucht. Während die beiden Kinder sich eine Schneeballschlacht liefern, planen die Eltern das Abendprogramm. Denn für Familien ist am Wilden Kaiser auch abseits der Piste was los.

(3) Rasantes Rodelvergnügen

Zum Beispiel am Astberg. Schnee wirbelt auf, juchzend sausen Vater und Tochter auf dem Schlitten in Richtung Tal. An den Waldhängen nehmen nicht nur tagsüber die Rodel Fahrt auf. Auf der 4,5 Kilometer langen, beleuchteten Rodelstrecke flitzen die Schlitten auch bei Nacht bergab. Hoch zum Start an der Brenner Alm geht es entweder zu Fuß ab der Ellmauer Pfarrkirche oder bequem mit der Astbergbahn. Jetzt nur noch anschieben, aufspringen und ab geht’s. Im Verlauf der Strecke teilt sich die Bahn und bietet gleich zwei Abfahrten: nach Going und Ellmau.

Die beleuchtete Mondrodelbahn in Söll ist nur abends geöffnet, und mit mehr als acht Metern Breite sowie mehreren Erlebnisstationen ein ideales Ziel für Familien. Ordentlich in die Kurven legen sich Schlittenfahrer auch beim drei Kilometer langen Hexenritt in Söll oder auf dem Naturrodelweg Tannbichl in Going. Insgesamt können Rodler auf vier familienfreundlichen, teils beschneiten Rodelbahnen mit ihren Schlitten vorfahren.

(4) Familiengerechte Events

Für Familien, die wie die von Lisa und Thomas über Silvester verreisen, kann der Jahreswechsel eine echte Herausforderung werden. Wer macht schon wirklich gerne eine Nacht mit zwei kleinen Kindern durch? Party, Feuerwerk und trotzdem früh ins Bett, geht aber nicht? Und ob. Die Kaiser-Orte machen’s vor. Die Organisatoren am Wilden Kaiser bieten Familien die ideale Lösung und verlegen das eine oder andere Feuerwerk einfach in die frühen Abendstunden. Zum Beispiel am Dorfplatz in Going. Dort geht’s am Silvestertag schon am späten Nachmittag los mit Glühwein, Musik und Feuerwerk. „Für uns und die Kinder der perfekte Rutsch ins neue Jahr. Da war am nächsten Morgen auch das frühe Aufstehen für die Skischule kein Problem“, sagt Thomas.

Silvester Feuerwerk_Going_Manuel Treffer (2)
Silvester am 31. Dezember in Going © Manuel Treffer

Für alle, die das ganz große Spektakel um Mitternacht verpasst haben, lässt sich das Jahr auch am Neujahrstag noch in Ellmau begrüßen. Unterhalb der Marienkapelle trifft sich der Ort traditionell abends zum Neujahrsfeuerwerk. Bei den gewagten Sprüngen der Skilehrer über die Feuerschanze bleibt nicht nur manchem kleinen Zuschauer der Mund offen stehen. Krönender Abschluss der kurzweiligen Veranstaltung ist ein spektakuläres Feuerwerk. Nach einer kleinen Abendwanderung zurück zur Unterkunft können die Nacht und der nächste Tag auf der Piste kommen.

(5) Kleine Preise

Auch die mutigsten Skihasen brauchen am Berg mal eine Stärkung. Die mehr als 80 größtenteils urigen Hütten machen’s möglich. Und das Gute daran: Spezi, Frittatensuppe und Kaiserschmarrn sind hier nicht nur lecker, sondern auch bezahlbar. Sogar für eine ganze Familie. Keine Frage, ein winterlicher Familienurlaub in den Bergen kann ganz schön ins Geld gehen. Wer dann auch noch Ski fahren möchte, zahlt oben drauf. Die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental, eines der größten und schönsten Skigebiete überhaupt, punktet beim Stichwort Bezahlbarkeit im Vergleich zu vielen anderen großen Skiregionen.

Ob Skischule, Familien-Skikarte oder Verpflegung am Rand der Piste — die Nebenkosten halten sich vergleichsweise in Grenzen. In den Familienskiwochen ab Mitte März gibt’s die Skipässe für Kinder und Jugendliche sogar gratis. Mama und Papa fahren zum günstigen Nebensaisonpreis.

(6) Zauberhafte Abwechslung

Zuckerguss überm Zauberwald: Die Zweige der dunklen Fichten auf dem Hartkaiser biegen sich unter der dicken, weißen Schicht. Schnee glitzert in der Sonne wie Diamantenstaub. Eine Mutter mit kleinem Mädchen an der Hand stapft durch den Schnee Richtung Waldrand. Die märchenhaften Figuren in Ellmi’s Zauberwald auf über 1500 Metern sind im Winter wie im Sommer ein Anziehungspunkt. Ein paar Meter weiter bereiten sich die Kinderskigruppen in Ellmi’s Zauberwelt auf die ersten Touren des Tages vor.

Hartkaiser Ellmau
Aussicht vom Turm in Ellmi's Zauberwald © Mathäus Gartner

Denjenigen, die es nicht auf die Piste zieht, wird es deshalb am Wilden Kaiser aber bestimmt nicht langweilig. Durch die klare Winterluft lässt es sich zum Beispiel auch auf den Eislaufplätzen in Söll oder Going gleiten.

Etwas gemächlicher geht es bei einer Pferdeschlittenfahrt durch die verschneite Landschaft zu. Wenn es dämmert und sich langsam die Nacht über den Wilden Kaiser legt, hört man sie schon von Weitem klingen: Die Glöckchen der Pferdeschlitten des Ellmauer Achlhofs läuten hell, die Pferde schnauben, Dampf steigt vor ihren Nüstern auf. In dicke Decken eingepackt, lassen sich die Passagiere durch die weiße Welt am Fuße des Wilden Kaisers ziehen.

(7) Bildschöne Landschaft

Pferdeschlittenfahrten, gut präparierte Pisten und gemütliche Hütten sind nur halb so schön, wenn das Drumherum nicht passt. Aber keine Sorge, in dieser Hinsicht muss sich die Region Wilder Kaiser nun wirklich nicht verstecken. Die sanften Hügel auf der Südseite, das imposante Bergmassiv im Norden, mittendrin die vier Kaiser-Dörfer Going, Ellmau, Scheffau und Söll - eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch.

Am Wilden Kaiser kommen eben auch diejenigen auf ihre Kosten, die mehr wollen als Pistenkilometer machen. Kein Wunder also, dass es Familien wie Lisa, Thomas und ihre beiden Kinder Jahr für Jahr in das Kaiserreich im Tiroler Unterland zieht.

Die Region hat unglaublich viel zu bieten — schön anzusehen ist sie dabei auch noch. Wer Berge mag, muss den Wilden Kaiser einfach lieben.
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In der Metropole Berlin geboren und auf dem Land aufgewachsen hat Hannah mit ihrer Familie in der Nähe von Düsseldorf ein Zuhause gefunden. Nach vielen Jahren als Redakteurin bei Deutschlands größter Regionalzeitung, schreibt sie heute freiberuflich überwiegend für Magazine, Verbände und Unternehmen im Bergischen Land. Wann immer ihr Job und der Alltagstrubel einer vierköpfigen Familie es zulassen, zieht es sie raus in die Natur. In den Ferien mit Vorliebe in die Berge. Wo sonst kann man so schön aktiv entspannen? Die Füße einfach mal machen lassen, hochlaufen, um dabei runterzukommen. Seit ihrem ersten Aufenthalt in Ellmau ist sie völlig „verkaisert“.

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