Theresa Aigner

von Theresa Aigner

Als gelernte Journalistin freut sich die nunmehrige Presse-Verantwortliche der Region Wilder Kaiser immer, wenn sie einen Beitrag für unseren Blog gestalten darf. Egal ob Bergsport, Kulinarik, Politik oder Kultur – diese Frau hat zu jedem Thema tausend Fragen und stellt sie schon mal in einer Geschwindigkeit, dass ihren Gesprächspartner*innen hören und sehen vergeht. Nur gut, dass Theresa die vielen Gespräche mit interessanten Menschen aus der Region am liebsten schriftlich dokumentiert – und hier genug Platz zum Teilen hat.

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Unsere schönsten Herbstmomente

von Theresa Aigner -

Die goldene Jahreszeit am Wilden Kaiser

Passend zum Rest des Jahres, hat heuer auch der Herbst ein wenig verrückt gespielt. Während der Oktober hauptsächlich von schlechtem Wetter geprägt war, zeigte sich der November am Wilden Kaiser von seiner allerschönsten, man könnte sagen: Goldenen Seite. Perfektes Wander- und Bergwetter, sogar für die eine oder andere Kletterour haben die Sonnenstrahlen noch gereicht.

Für gewöhnlich geben die MitarbeiterInnen des Tourismusverbands ja unseren Gästen Tipps, wie sie Ihre Zeit am Wilden Kaiser am schönsten verbringen. Nachdem aktuell aufgrund bekannter Tatsachen - Reisewarnung, Lockdown und andere Kleinigkeiten - keine Gäste vor Ort sind, zeigen euch meine TVB-KollegInnen, wo und bei welchen Aktivitäten sie selbst den Herbst am Wilden Kaiser genießen.

Birgit Hong (Infobüro Ellmau)

Die schönsten Herbstmomente? Definitiv am Berg… Im grauen und kalten Morgennebel zu starten, aber schon bald die warmen Sonnenstrahlen durchkommen zu spüren. Durch bunte, raschelnde Herbstblätter zu wandern und schon bald den letzten Anstieg über die Felsen zum Gipfel geschafft zu haben. Oben dann, leicht erschöpft aber hauptsächlich glücklich, die Zeit zu nehmen, um die Aussicht und die Farben zu genießen. Zufrieden zu sein, dankbar für die Schönheit der Natur.

Gabriel Eder (TourismusManager Söll)

Mit meiner Frau und unserem 3-jährigen Sohn Vincent, sowie unseren Töchtern Hannah (9), Lea (7) und unserem Patenkind Marie (8) beschlossen wir, den Kaiser zumindest ein „Stück weit“ zu erklimmen. Über die Rehbachklamm, Einstieg Höhe Vorderschiessling, machten wir uns zunächst über die - für Kinder durchaus spektakuläre Route - auf den Weg zur Hinterschiesslinger Alm. Nach kurzer Zeit dort angekommen, beschlossen wir, ob der an diesem Tag besonders großen Motivation, den schon sehr ausgetrockneten „Kufladia Alpinias“ noch weiter zu folgen und außerdem, Papa- die Chance auf eine Begegnung mit einer Gämse lebt ja auch noch!

Dass wir es dann tatsächlich bis auf das Seilabodenkreuz geschafft haben, ohne unseren Jüngsten mit Schokolade oder Schultern zu ködern, muss fast auf die Energie des Wilden Kaiser zurückzuführen sein.

Katharina Muck (Leitung Marketing)

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Mein liebster Herbst Moment? After-Work-Paragliding! Ich hatte die Chance, nach einem tollen Video-Drehtag für Ellmau, noch paragleiten zu können. Alleine, dass ich anstatt im Auto sitzend vom Hartkaiser wieder runter zu fahren fliegen konnte, ist schon besonders und ein Privileg. Dazu kommt, dass ich davor schon ein paar Wochen nicht mehr zum paragleiten gekommen bin, und die ruhige Herbstluft mir einen Flug wie auf „Schienen“ geschenkt hat. Dann noch dieses besondere Herbstlicht und die Art, wie der tiefe Sonneneinfall Schatten auf die Hänge wirft… Für mich einer meiner Lieblings Momente diesen Herbst.

Sabrina Brandauer (Infobüro Scheffau)

2ter Schnee Spathlanklamm_Wochenbrun (1)
Der Herbst an sich mit seinen Farben ist für mich einfach ein Traum. Ich liebe es wenn der Sommertrubel sich verflüchtigt und ein wenig Ruhe einkehrt, diese klare Luft wenn sich der frühmorgendliche Nebel lichtet und dann der imposante Wilde Kaiser sich gegen den blauen Himmel abhebt. Das waren meine schönsten Erlebnisse: Den ersten Schneefall mit ein paar Freunden meines Sohnes auf der Hohen Salve - mit der Gondel zum Frühstück rauf, danach im Schnee tollen, umgeben von Familie und Freunden - einfach ein unvergessliches Erlebnis. Ein anderes Herbst-Highlight war die Wanderung vom Franzlhof in Söll, über Pölvenau, Schwoich rauf zum kleinen Pölven - der Ausblick zum Wilden Kaiser rüber ist einfach herrlich!

Eine andere Sache, die ich am Herbst liebe: Einfach mal ohne richtiges Ziel rauf in die Wälder - in dem Fall Richtung Juffing. (Anm.: Damit kennt sich Sabrina als ausgebildete "Waldbaderin" bestens aus - hier könnt ihr noch mehr Wald-Tipps von ihr lesen...). Es war herrlich, diese Ruhe. Die Bäume haben gerade angefangen sich zu verfärben und schön langsam ist die Sonne durchgekommen. Auch musste ich ein Feld mit sehr vielen Bucheckern queren .. wunderschön. Da ich kein Ziel hatte, hatte ich auch keinen Zeitdruck und konnte einfach genießen, abschalten, schauen, entdecken…

Schlechtes Wetter gibt es ja bekanntlich nicht, sondern nur schlechte Kleidung. Nachdem es ziemlich grau und neblig war, ich die Hausarbeit schon erledigt und noch einige Stunden Zeit hatte, bevor meine Kinder von der Schule nach Hause kommen sollten (ja, das war die Zeit als Schule noch offen hatte... juhui) hielt ich es in der Wohnung nicht mehr aus und machte mich auf Richtung Brandstadl. Im Wald war es dann ganz schön mystisch mit dem Nebel, aber dank des feuchten Wetters sah ich einen Feuersalamander worüber ich mich sehr gefreut habe.

Eine nette Wanderung habe ich mit einer Freundin gemacht – ausgehend vom Gaisbergparkplatz über die Klamm, Steiner Hochalm, Jägersteig rauf zum Zettenkaiserkopf. Die Stimmung war irgendwie total interessant. Zwischendurch war es extrem warm durch den Fön und dann kurz vorm Gipfel kamen wir dann wieder in den Schnee. Beim retourgehen haben wir uns unverhofft noch mit 2 anderen Freundinnen getroffen und den schönen Vormittag mit einem leckeren Eierlikör und einer guten Jause bei der Stöfflalm ausklingen lassen. Denn auch der leibliche Genuss darf nicht zu kurz kommen!
Und zu guter Letzt.. Sonniger Tag - Wochenende - frischer Schnee – gemütlich rauf über die Spathlaner Klamm (zugefrorener Teich) rauf zur Gaudeamushütte. Traum.. viele Leute denselben Gedanken – aber trotzdem ruhig – jeder einfach happy...

Sebastian Hasenauer (Social Media & Contentproduktion)

Mein Herbstmoment: Das erste mal den knirschenden Schnee unter den Füßen spüren.
Bei dir Wanderung zum Ellmauer Tor war wettertechnisch wirklich alles geboten. Früh morgens noch unter einer dicken Nebeldecke aufgewacht, um diese nur wenige Höhenmeter oberhalb der Wochenbrunneralm am Weg Richtung Ellmauer Tor zu duchbrechen – ein Traum! Kurzzeitig habe ich mir sogar kurze Hose und T-Shirt gewünscht – was allerdings am Ziel, dem Ellmauer Tor, nicht mehr wirklich passend gewesen wäre - dort war der Herbst dann doch wieder eindeutig zu spüren. Das erste Knirschen des Schnees und teilweise knietief darin versinken - das ist einfach jedes Jahr wieder extrem schön. Und am Wilden kaiser #inechtnochschöner

Tanja Riegler (TourismusManagerin Going)

Ein November wie ihn sich keiner vorstellt – traumhaftes Wanderwetter! Und für mich bedeutet wandern Freiheit, unvergessliche Ausblicke und eine echte Auszeit vom Alltag. Warum in die Ferne schweifen, wenn es vor der eigenen Haustüre majestätisch ist? Hier gibt es zahllose, traumhafte Wanderungen für Genießer und Bergfexen.

Eine technische einfache Tour ist jene über den breiten Weg rauf zur Gruttenhütte und über den „Schafesteig“ zurück ins Dorf von Ellmau. Oder darf es etwas alpiner sein? Dann geht's von der Wochenbrunneralm rauf ins Ellmauer Tor und weiter zur Hinteren Goinger Halt! Oder den wunderschönen Hintersteinersee von oben bestaunen? Kein Problem: Vom 2.111 Meter hohen Scheffauer bietet sich ein einzigartiger Blick auf das Naturjuwel. Etwas weiter herunten, dafür mit einem schwierigeren Zustieg, kann der Blick vom Zettenkoasakopf genossen werden.

Katharina Schörghofer (Infobüro Söll)

Auch wenn wir für ihn arbeiten: Nicht nur der Wilde Kaiser ist schön. Gerade im Herbst kann sich auch der Zahme Kaiser behaupten. Anders als der Wilde Kaiser lässt er sich mit seinen Grashügeln oftmals einfacher erklimmen und der Ausblick in den Kaiserwinkl Richtung Bayern ist ebenfalls wunderbar. Sei es der Walchsee, der Heuberg selbst, die Felswände des Zahmen Kaisers oder der Wilde Kaiser im Hintergrund, einen Gipfelschnaps nach der Wanderung hat man sich allemal verdient ;-)

Christian Haselsberger (Leitung Angebot & Lebensraum)

Herbstmomente Christian
Besonders ist „mein Kaiser Herbst“, weil er so vielfältig ist. Mystische Stimmung am Morgen, Nebelschwaden im Wald, Sonnenstrahlen am Abend… Mein Highlight-Moment in diesem Herbst war eine Wanderung zur Walleralm in Scheffau, denn hier hat die Natur genau diese Facetten gespielt. Eine komplette Veränderung von Morgen zu Abend. Strahlender Sonnenschein fällt in die bunte Farbenwelt der Bäume am Wilden Kaiser. Wirklich – diese zwei Bilder sind am gleichen Tag entstanden.

Celina Zittner (Infobüro Going)

Die beste Jahreszeit nach dem Sommer ist definitiv der Herbst. Warum? Weil man Tag für Tag der Natur zusehen kann, wie sich die grüne Landschaft in eine farbenreiche verwandelt. Wenn du über Wiesen- und Waldwege spazierst hörst du das rascheln des Laubes. In der Luft hängt der Geruch von Latschenkiefer und getrockneten Blättern. Wie auch bei der Wanderung in Richtung Ellmauer Tor und dann über den Adlerweg zum Baumgartenköpfl. Meine Herbstmomente am Wilden Kaiser verbringe ich definitiv in den Bergen!

Madeleine Ager (Webmanagerin Zentrale)

Als junge Familie lieben wir es in der Natur zu sein. Der Herbst ist dafür eine perfekte Jahreszeit, um nochmal die Berge mit dem Rad oder auch zu Fuß zu erkunden, bevor der Winter Einzug hält. Am meisten schätzen wir im Herbst die langsam einkehrende Ruhe und die frische Luft, die Zug um Zug unsere Lungen stärkt. Daher treibt es uns auch im November noch hoch auf den Brandstadl, wo wir klare Sicht vom Kaisergebirge bis über das Kitzbüheler Horn erleben dürfen. Das Brandstadlkreuz ist die Krönung unserer Tour, dort machen wir Rast, genießen unsere Jause und schalten vom stressigen Alltag ab. So stellen wir uns als Familie einen gelungenen Herbsttag am Wilden Kaiser vor.

Theresa Aigner (Presse & Blog)

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8 Kaisergipfel in 3 Touren - so lautet kurz zusammen gefasst mein Herbsthighlight. Genau genommen sind es meine "November-Highlights", denn das vorletzte Monat des Jahres hat uns noch zahlreiche Sonnentage beschert - die wir nicht besser nutzen hätten können. So führte unsere erste November-Tour über den Südostgrat aufs Tuxeck und weiter auf den Treffauer und bei magischem Licht zurück ins Tal. Die zweite Tour war noch etwas ausführlicher: Über den Ostgrat aufs Sonneck und weils ja fad wäre gleich wieder runter zu gehen, wenn man auch noch den Sonnenuntergang "oben" genießen kann, haben wir Kopfkraxen, Wiesberg und auch die Hackenköpfe noch mitgenommen. Die dritte November-Tour führte uns dann noch auf jenen Gipfel, der vor 8 Jahren mein allererster im "Koasa" war - die Hintere Goinger Halt.

Damals hätte ich zwar weder gedacht, dass ich im Jahr 2020 "Pressesprecherin vom Wilden Kaiser" sein würde, noch, dass ich es jemals schaffen würde, über einen anderen Weg als den Normalweg hier rauf zu kommen - und doch lebe und arbeite ich inzwischen seit einem Jahr in dieser traumhaften Region und die Hintere Goinger Halt hab ich diesmal über den Nordgrat erreicht. Und weil auch noch ein neuer Gipfel her musste, haben wir den Tag noch auf der Vorderen Goinger Halt ausklingen lassen. Jetzt kann der Schnee von mir aus gerne kommen!
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Als gelernte Journalistin freut sich die nunmehrige Presse-Verantwortliche der Region Wilder Kaiser immer, wenn sie einen Beitrag für unseren Blog gestalten darf. Egal ob Bergsport, Kulinarik, Politik oder Kultur – diese Frau hat zu jedem Thema tausend Fragen und stellt sie schon mal in einer Geschwindigkeit, dass ihren Gesprächspartner*innen hören und sehen vergeht. Nur gut, dass Theresa die vielen Gespräche mit interessanten Menschen aus der Region am liebsten schriftlich dokumentiert – und hier genug Platz zum Teilen hat.

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