Ulli Sappl

von Ulli Sappl

Gastautorin Ulli Sappl ist Expertin in Sachen E-Bikes. Beim Tiroler Unternehmen Greenstorm.eu ist sie für das Marketing zuständig und hat so tagtäglich mit dem Thema Elektrofahrrad zu tun. In ihrer Freizeit erkundet sie gerne selbst die Gegend mit dem E-Bike und testet dabei stets die neuesten Produkte und Technologien selbst.

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Sicher mit dem E-Bike unterwegs

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5 Pflege- und Fahrtipps für das Radeln nach dem Winter

Auch wenn wir zuletzt so manchen Regentag hinter uns bringen mussten: Der Sommer steht vor der Tür und damit beginnt auch wieder die E-Bike-Saison. Das Fahren mit dem Elektrorad ist in den letzten Jahren zur echten Trendsportart geworden. Das richtige und sichere E-Biken will allerdings gelernt sein. Vor allem für Einsteiger kann das motorisierte Radfahren nämlich zur großen Herausforderung werden. Mit diesen 5 Pflege- und Fahrtipps startet ihr gut vorbereitet in die neue Saison.

Vor der ersten Ausfahrt wird geputzt!

Die meisten elektrischen Zweiräder haben in den vergangenen Monaten im Keller, im Schuppen oder in der Garage überwintert. Während dieser Zeit konnte sich sehr viel Staub und Schmutz am E-Bike ablagern. Vor der ersten Ausfahrt mit dem praktischen E-Citybike oder dem sportlichen E-Mountainbike steht deshalb ein ausgiebiger Frühjahrsputz nach der kalten Jahreszeit an.

Am einfachsten lässt sich das E-Bike mit lauwarmem Wasser, Putzmittel und einem feuchten Schwamm reinigen. Für verwinkelte Teile, wie etwa die Bremsen, kann der angesammelte Schmutz z. B. mit einer Zahnbürste entfernt werden. Verwendet keinen Hochdruckreiniger, um euer E-Bike wieder auf Hochglanz zu bringen – dadurch könnten empfindliche Teile, wie Akku und Motor, beschädigt werden.

Check? Check!

Beim Reinigen des elektrisch unterstützen Zweirads können gleichzeitig die einzelnen E-Bike-Teile auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. So lassen sich Defekte und Mängel sofort erkennen und gegebenenfalls beseitigen. Achte besonders auf die folgenden Fahrradteile, sodass Sie sich bei der ersten Ausfahrt sicher in den Sattel schwingen können.

Wer sein E-Bike liebt, überprüft....

Akku
Der wohl sensibelste Teil am E-Bike ist sein Lithium-Ionen-Akku, denn um diesen muss man sich sogar während des Winters kümmern. Bleibt der Akku nämlich über Monate ungenutzt liegen, kann es sein, dass er sich vollkommen entlädt. Dadurch verringert sich entweder seine Lebensdauer oder er geht komplett kaputt.

Damit man sich die Kosten für eine Neuanschaffung erspart, sollte man den Akku während der kalten Jahreszeit regelmäßig überprüfen. Sobald man einen tiefen Ladestand bemerkt, sollte man das Gerät immer sofort an die Steckdose anschließen. Auch vor der ersten Frühlingsfahrt empfiehlt es sich, den Akku nochmals aufzuladen. Das Ziel: die Akku-Lebensdauer erhöhen.

Bremsen
Weil das E-Bike ein höheres Eigengewicht als ein herkömmlicher Drahtesel aufweist, verschleißen die Bremsen leichter. Daher: Zum Saisonbeginn kontrollieren, ob die Prüfrillen an den Bremsbacken zu erkennen sind. Falls nicht, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Bremsbeläge ausgetauscht werden müssen.

Sattel- und Lenkerhöhe
Für bequemes und sicheres Fahrvergnügen ist die richtige Sattel- und Lenkerhöhe erforderlich. Eine Neueinstellung nach dem Winter ist vor allem bei Kindern notwendig – schließlich befinden sich die Kleinen noch in der Wachstumsphase. Aber vielleicht muss man auch für sich selbstdie Sattelhöhe verändern – besonders bei Rückenschmerzen beim Radeln in der vergangenen Fahrradsaison.

Die passende Sattelhöhe ist dann erreicht, wenn man sitzend den einen Fuß auf dem höher gestellten Pedal aufsetzt und dabei das andere Bein vollends durchdrücken kann. Bei der Lenkerhöhe sollte der Oberkörper zu etwa 45° vorwärts geneigt sein. Bei einer geraderen Sitzposition ist der Lenker zu hoch eingestellt und die Wirbelsäule wird zu stark belastet.

Vorsichtig an das E-Bike gewöhnen!

Um möglichst sicher mit dem E-Bike unterwegs sein zu können, sollten man sich zunächst damit vertraut machen. Der richtige Umgang mit dem elektrischen Fahrrad ist eine Grundvoraussetzung für die problemlose Teilnahme am Straßenverkehr. Eine gute Vorbereitung ist insbesondere ein Muss für Senioren und weniger sportliche Menschen, die vielleicht schon länger nicht mehr geradelt sind.

Der Umstieg auf das E-Bike kann gewöhnungsbedürftig sein. Beim elektrischen Fahrrad sind z. B. der plötzliche Antriebsschub beim Anfahren und die schnelle Beschleunigung anfangs ungewohnt. Falls du Einsteiger bist, sollteman sich deshalb langsam an das E-Bike annähern, um ein Gefühl dafür zu entwickeln.

Sicherheitstraining absolvieren

Falls Du E-Bike-Einsteiger bist, dich optimal vorbereiten willst und gerne gemeinsam mit Gleichgesinnten mit dieser Trendsportart beginnen möchtest, lohnt sich ein professionelles Training, etwa bei einem der Profis in der Region.

Richtig bergauf und bergab fahren

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Wenn du den nächsten Gipfel mit dem E-Bike erklimmen willst, gibt es praktische Tipps, wie dudie Strecke bestmöglich auf dem Sattel bewältigen kannst. So sollten man beim Bergauffahren durchgehend sitzen und nicht aufstehen, denn ansonsten schiebt der Motor nicht gleichmäßig.

Beim Hinunterfahren spielt natürlich das richtige Bremsen eine wesentliche Rolle. Dabei geht es vor allem darum, eine Überhitzung der Bremsen zu vermeiden. Dazu sollte man die Vorder- und Hinterbremse abwechselnd betätigen. Bei sehr steilen Strecken lohnt es sich, regelmäßige Pausen einzulegen – dadurch kühlen die Bremsscheiben immer wieder ab.
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Gastautorin Ulli Sappl ist Expertin in Sachen E-Bikes. Beim Tiroler Unternehmen Greenstorm.eu ist sie für das Marketing zuständig und hat so tagtäglich mit dem Thema Elektrofahrrad zu tun. In ihrer Freizeit erkundet sie gerne selbst die Gegend mit dem E-Bike und testet dabei stets die neuesten Produkte und Technologien selbst.

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