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Die Wände im Wilden Kaiser waren immer schon ein Prüfstein der Kletterelite einst und jetzt. Klingende Namen wie Mauk Westwand, Fleischbankverschneidung und Pumprisse jagen auch heute noch so manch ambitionierten Alpinkletterer eine leichte Gänsehaut über den Rücken. Inzwischen ist es zwar in den Wänden etwas ruhiger geworden. Das Geschehen hat sich mehr an seinem Fuße verlagert. Dort befinden sich zwei der besten
Sportklettergebiete Tirols, der
Schleier Wasserfall und
Achleiten. In beiden Gebieten entstanden Mitte der Achtziger bis in die heutige Zeit reichend eine Fülle an Sportklettereien vom Schwierigkeitsgrad Franz 5a aufwärts. Viele Routen zählen zu den schwierigsten der Welt. Nebenbei sind beide Gebiete auch landschaftlich noch sehr schön.
Bauern und Jäger, die schon seit Generationen in der Gegend um den Wilden Kaiser wohnen, sind immer nur bis in die Höhe der Almen gekommen. Denn oben im Fels, munkelte man, wohnen die Geister und Hexen, ja selbst der Teufel. Diese Furcht der Bevölkerung spiegelte sich in den Namen der Gipfel des „Kaisers“ wieder. Da ist das
Totenkirchl, die
Teufelskanzel und der
Teufelswurzgarten. Die Leute mieden die Felsen, wie ebendieser das Weihwasser.
Das hat sich schlagartig geändert als vor knapp hundert Jahren die Kletterer kamen und diese Namen nur noch als alpinistische Herausforderung sahen. Alle wollten den „Kaiser“ bezwingen allen voran,
Hermann Buhl, der Held des Himalaja oder
Hans Dülfer nach dem viele, der
klassischen Touren im Wilden Kaiser benannt sind. |